Eigentlich ist die Adelsdorfer VdK-Vorsitzende Sabine Köhler-Huter stolz auf die große Mitgliederzahl des Ortsverbands - aber von 348 Mitgliedern würden leider nicht einmal zehn Prozent den "harten Kern" bilden, bedauerte sie in der Jahreshauptversammlung des Ortsverbands.
Im Jahresrückblick erinnerte Köhler-Huter an drei Vorträge, die "Dialoge": "Fit und gesund im Alter" (Dr. Walter Otto), "Sicherheit im Alter" (Polizeichef Jürgen Schmeißer) und Jürgen Ganzmann referierte als Behindertenbeauftragter über Barrierefreiheit. Von einem gelungenen "Suppenfest" gemeinsam mit dem Aischer Kindergarten hörten die Anwesenden ebenso wie von der Teilnahme zweier Mitglieder an einem Pflegebe-gleiterseminar in Erlangen. Im laufenden Jahr sind wieder drei "Dialog"-Veranstaltungen geplant. Wegen der zu geringen Resonanz werden jedoch keine Ausflüge mehr angeboten. Wer Interesse an Unternehmungen habe, könne sich auch bei anderen Ortsgruppen in der Region einklinken.
Der Bürgermeister freute sich über 29 Eintritte in den VdK und zollte der Arbeit dieses Vereins große Hochachtung. "Wer bietet schon jeden Donnerstag einen Nachmittag an, zu dem alle Mitglieder kommen können, wo es Kaffee und Kuchen gibt, geratscht, gehandarbeitet oder Karten gespielt und sogar ein günstiges Abendessen angeboten wird", lobte er die eifrigen Damen. "Ihr könnt völlig beruhigt sein, was euren Treffpunkt hier im Gebäude der ehemaligen Aischer Schule angeht", so Fischkal. "Da gibt es so schnell noch keine Entscheidung und wir werden den VdK bestimmt nicht hängen lassen."
Kassiererin Hedwig Dittner trug eine positiven Kassenbericht vor, und Mitgliederbetreuerin Erika Kohl berichtete von 21 Gratulationen zum Geburtstag und 14 Krankenbesuchen. Kreisgeschäftsführer Karl-Heinz Bauer sprach von Adelsdorf als Mustergemeinde, was die Barrierefreiheit und den wöchentlichen Treffpunkt angehe, plauderte über die Finanzen, dass zum Beispiel die Ortsverbände in Zukunft etwas mehr Geld zurückbehalten dürften, und erzählte über die Arbeit des Verbands im Allgemeinen. Es werden weiterhin die Außensprechtage in Höchstadt an jedem ersten und dritten Montag von 9 bis 12 Uhr im Landratsamt in Höchstadt - bald in einem barrierefreien Raum - abgehalten. "Ich möchte ein Vorsitzender zum Anfassen sein und ihr könnt mit jedem Anliegen auch direkt zu mir kommen", ermunterte er die Zuhörer. Auf sein Anraten hin stellte man die Wahl des Schriftführers zurück. Er machte diesen Posten schmackhaft und bat, dass sich doch in der nächsten Zeit vielleicht ein Mutiger melden solle. Es gäbe auch die Möglichkeit, nur Beschlussprotokolle zu erstellen, was für einen Schriftführer erheblich einfacher wäre.
Eine Überraschung aus München gab es vor der Ehrung langjähriger Mitglieder für die Donnerstags-Mitarbeiter, die sich wöchentlich um den Kaffee, den Kuchen und das Abendessen kümmern. Erika Kohl, Christine Schmidt, Hedwig Dittner, Maria Hörrlein und Sabine Köhler-Huter bekamen eine Urkunde des VdK für dieses langjährige ehrenamtliche Engagement.
Johanna Blum