Jetzt ist es amtlich, auch 2021 wird es keinen VR-Bank-Lauf "Rund um die Veste Coburg" geben. Die Corona-Pandemie hat Deutschland weiterhin fest im Griff. Keiner weiß, wie das Infektionsgeschehen im Sommer aussieht. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf geplante Sportveranstaltungen. Derzeit sind Präsenzwettkämpfe in der Leichtathletik aufgrund der gültigen Kontaktbeschränkungen lediglich im Profi- oder Spitzensport erlaubt.

"Deshalb haben wir als Organisationsteam nach umfassender Bewertung aller derzeit bekannten Umstände entschieden, den 40. VR-Bank-Lauf ,Rund um die Veste Coburg' am 4. Juli 2021 erneut abzusagen und auf das Jahr 2022 zu verschieben", teilt Hauptorganisator Wolfgang Gieck mit.

Er hofft gleichzeitig auf Verständnis für diese unpopuläre, aber alternativlose Entscheidung: "Letztendlich steht für uns bei der Planung und Organisation des VR-Bank-Laufs ,Rund um die Veste Coburg' die Gesundheit aller Beteiligter an erster Stelle. Als ausrichtender Verein tragen wir hierfür eine besondere Verantwortung." Die Absage stehe auch im Einklang mit dem Hauptsponsor, der VR-Bank Coburg, und den anderen Sponsoren des Vestelaufs sowie der Stadt Coburg.

Planungen für 2022 laufen bereits

Die Planungen laufen nun voll in Richtung 2022. Das Organisationsteam freut sich schon auf den 3. Juli 2022, wenn es dann beim Jubiläumslauf, nämlich der 40. Auflage, endlich heißt "Auf die Veste los" und der Veranstalter wieder viele Läuferinnen und Läufer in Coburg begrüßen kann.

Jörg Schaller in Topform

Aber es gibt derzeit doch noch Laufwettkämpfe. Aufgrund der Corona-Pandemie und der dadurch geltenden Kontaktbeschränkungen dürfen Leichtathletik-Wettkämpfe als Präsenzveranstaltung zurzeit nur im Bereich des absoluten Leistungssports durchgeführt werden. Die Durchführung solcher Wettkämpfe soll es vor allem Bundes- und Landeskaderathleten und -athletinnen ermöglichen, sich auch mit Wettkämpfen optimal auf deutsche oder internationale Meisterschaften sowie Olympische Spiele vorbereiten zu können. Mit dem internationalen Itelligence-Citylauf Dresden fand ein solch außergewöhnliches Rennen statt.

Entsprechend waren für die Teilnahme hohe und aktuelle persönliche Bestzeiten notwendig. Gelaufen wurde im großen Garten in Dresden auf einem für Zuschauer nicht zugänglichen flachen zweieinhalb Kilometer langen Rundkurs. Angeboten wurden drei Streckenlängen: Marathon, Halbmarathon und eine Zehn-Kilometer-Strecke. Obwohl in Dresden Kälte und Wind herrschten, wurde hochklassiger Sport mit guten Zeiten geboten. Die beste Leistung gelang Simon Boch von der LG Telis Finanz Regensburg auf der Marathonstrecke. Mit 2:10:48 Stunden gewann er nicht nur souverän den Marathon der Männer, sondern unterbot auch mit 42 Sekunden klar die geforderte Norm für die Olympischen Spiele in Tokio.

Im Halbmarathon war mit Jörg Schaller auch ein Läufer des TV 1848 Coburg am Start. Der Coburger lief ein gleichmäßiges Rennen und schlug sich im Feld der vielen Topathleten ganz hervorragend.

Halbmarathon in 1:13:11 Stunden

Mit einer Zeit von 1:13:11 Stunden war er Drittschnellster in der AK 35. Insgesamt erreichte er den 66. Platz bei den Männern. Es bleibt zu hoffen, dass Schaller diese Form konservieren, und wenn bei mehr Normalität wieder Laufwettbewerbe stattfinden können, erneut abrufen kann. wg