Die Vorsitzende des ASV Herzogenaurach, Elke Sowa, blickt eher zwiespältig in die Zukunft. Das machte sie bei der Jahreshauptversammlung deutlich. Dabei läuft es sportlich ganz gut und der Verein ist schuldenfrei. Sorgen machen der Vorsitzenden die rückläufigen Mitgliederzahlen.
Zu Beginn des Jahrs zählte der Verein 287 Mitglieder, davon 76 Kinder und Jugendliche, "beide Zahlen sind rückläufig", kommentierte Sowa. Besonders bei der Altersgruppe der 40- bis 60-Jährigen klaffe eine Lücke. So gebe es, auch aufgrund des gesellschaftlichen Wandels, die früheren Strukturen der Vereine nicht mehr. "Es sieht schlecht aus für die Zukunft, vor allem für die kleineren Vereine. Es fehlen Ideen, Visionen und Strukturen", so die Voraussage der Vorsitzenden.
Dabei könnte der ASV 2019 das 100-jährige Bestehen feiern. Die Vorsitzende ließ offen, ob das Jubiläum gefeiert wird, denn Sowa äußerte sich nicht dazu, ob sie bei der nächsten Wahl wieder kandidieren werde.
Zur Hauptversammlung kamen auch nur 31 Mitglieder und zur Ehrung langjähriger Mitglieder kamen gerade mal vier ins Vereinsheim.
Sehr zufrieden zeigte sich die Vorsitzende mit der Jugend- Spielgemeinschaft (SG) zusammen mit dem FC Herzogenaurach. Nahezu alle Mannschaften nehmen gute Plätze ein, allerdings fehlen Trainer.
Auch wenn die Beteiligung am Training der Herrenmannschaft öfter mal recht mager sei und bei den Punktspielen immer mal Spieler ausfallen, peile man den Aufstieg an, zumal im Mai ein neuer Torwart zwischen den Pfosten stehen wird und auch die Verpflichtung eines neuen Trainers kurz vor dem Abschluss stehe.
Auch der Kassenbericht von Wolfgang Schroff war sehr positiv und es konnte sogar ein Überschuss erwirtschaftet und jetzt den Rücklagen zugeführt werden.
Dass man das dringend benötige, machten sowohl die Vorsitzende als auch der Kassier deutlich. So müsse dringend der B-Platz und die Kabinen im Sportheim saniert werden.