Imker haben es nicht leicht. Die Varroamilbe macht den Bienenbesitzern seit Jahren das Leben schwer und sorgt alljährlich für Völkerverluste über den Winter. Spritzmittel und ein immer weiter zurückge...
Imker haben es nicht leicht. Die Varroamilbe macht den Bienenbesitzern seit Jahren das Leben schwer und sorgt alljährlich für Völkerverluste über den Winter. Spritzmittel und ein immer weiter zurückgehendes Nahrungsangebot auf Blühflächen sorgt für weitere Schwierigkeiten. "Jetzt steht auch noch die asiatische Hornisse vor den Toren Bayerns", warnte der Veterinär des Landratsamtes Kulmbach, Andreas Koller, bei der Kreisversammlung der Imker in Harsdorf.
Die asiatische Hornisse ist eine Gefahr für die heimischen Bienen, denn die Larven benötigen äußerst eiweißreiche Nahrung - und dazu zählen auch Bienen. "Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie man die asiatische Hornisse bekämpfen soll", so der Veterinär. Markant an dieser Hornissenart ist die schwarze Färbung. "Benachrichtigen Sie uns, wenn sie solch eine Hornisse sehen", so Koller.
Ein weiteres Schreckgespenst, mit dem die Imker zu kämpfen haben, ist die amerikanische Faulbrut. Aktuell gibt es einen Ausbruch in Würzburg. In Bayreuth gab es vor einiger Zeit Probleme, ebenso in Kronach, Ludwigstadt und Bamberg.
Besondere Vorsicht sei beim Zukauf von Bienen geboten. Denn auf keinen Fall sollten Imker aus dem Landkreis Kulmbach Bienen aus Sperrbezirken in den noch faulbrutfreien Landkreis Kulmbach holen. Koller warb für frühzeitige Untersuchungen. Denn sollten Sporen nachgewiesen werden, können Völker noch rechtzeitig behandelt und ein Ausbruch verhindert werden.
Auch die Varroamilbe, die seit Jahren den Imkern Probleme macht, war ein Thema. Aktuell geht man von etwa zehn Prozent Völkerverlusten aus. Seit kurzem ist ein neues Behandlungsmittel auf den Markt: VarroMed. Die Anwendung ist noch nicht in der Praxis erprobt. Dies wird in diesem Jahr erfolgen. Weitere Behandlungsmittel wie Hopguard, ein Medikament auf Hopfenbasis, oder Lithiumchlorid, das einfach gefüttert werden könnte, seien in Deutschland nicht zugelassen, betonte der Veterinär und warnte vor einer Anwendung.
Der Kreisverband Kulmbach hat aktuell rund 240 Mitglieder. Die Imker betreuen 1166 Völker. Das entspricht einem leichten Zuwachs, betonte der Kreisvorsitzende Matthias Fröhlich.
Landrat Klaus Peter Söllner zeigte sich beeindruckt von der Vielzahl der Völker, die die Kulmbacher Imker betreuen, und warb für ein Miteinander mit den Landwirten. so