Druckartikel: Ansiedlungsprogramm soll Leerständen auf den Leib rücken

Ansiedlungsprogramm soll Leerständen auf den Leib rücken


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Lichtenfels, Mittwoch, 23. November 2016

Die Innenstadt von Lichtenfels - für manchen Bürger ein leidiges Thema, behaftet mit dem Begriff Leerstand. Doch beim dritten Unternehmerfrühstück von Stadt...


Die Innenstadt von Lichtenfels - für manchen Bürger ein leidiges Thema, behaftet mit dem Begriff Leerstand. Doch beim dritten Unternehmerfrühstück von Stadt und Citymanagement ließen am Mittwoch drei Förderprogramme aufhorchen. Sie richten sich an Privatpersonen und an den Handel. Unternehmer eben.
Um 7.30 Uhr saßen Gewerbetreibende und Mitglieder von Werbegemeinschaft "Treffpunkt" und Stadtmarketingvereinen oder Vertreter der Sparkasse Coburg-Lichtenfels an den Tischen im Korbstadtcafé, fanden sich Frühstücksgesprächsrunden und alte Bekannte. Und dem Zuschauer mochte auch der Gedanke gekommen sein, dass das Unternehmerfrühstück nun auch mehr Unternehmer aus anderen Stadtteilen als nur der Innenstadt anzieht. Wohl auch das ein Erfolg.


Stärkung der Innenstadt

Dann ergriff Bürgermeister Andreas Hügerich das Wort, begrüßte, führte in das zu Erwartende ein. Das bestand aus mehreren Punkten, umfasste die Parksituation genauso wie zwei künftig zu erwartende Gewerbegebiete und drei Förderprogramme für die Innenstadt. "Doch, das Interesse am Gesagten sei da gewesen", bestätigte Citymanager Steffen Hofmann. Besonders ein Kreditinstitut habe schon "nach einem ganzen Karton der Flyer angefragt". Auf den Flyern, die auf einem Tisch hinter dem reich gedeckten Buffet ausgelegt lagen, stehen Begriffe wie Stadtsanierungsprogramm, Geschäftsflächenprogramm und Ansiedlungsprogramm. Und darunter aufgelistet all das, was seit 1. November zur Stärkung der Innenstadt beitragen soll.
Von besonderem Interesse könnte dabei das Ansiedlungsprogramm sein, das Unternehmer und Existenzgründer dabei unterstützt, einen Leerstand anzugehen, ihn wieder mit Geschäftsleben zu füllen. Ein Anreiz könnte dabei in den Förderkonditionen bestehen, namentlich in den 30 Prozent Mietzuschuss der Kaltmiete für zwölf Monate, wobei 3000 Euro im Jahr das Limit für solche Zahlungen ist. Doch auch Eigentümer und Mieter von Geschäftsflächen in den Sanierungsgebieten sollen Anreize erfahren. Das für sie aufgelegte Geschäftsflächenprogramm stellt Zuschussmöglichkeiten bis zu 30 Prozent bei An- und Umbaumaßnahmen in Aussicht - bei "Vorliegen eines deutlichen Missstandes" -, wie es in der Broschüre heißt.
Glaubt man Citymanager Steffen Hofmann, sei es schon zu Anbahnungen von Terminabsprachen zwischen ihm und manchen Frühstückern gekommen. In zwei Dritteln der Förderprogramme ist das Citymanagement auch Ansprechpartner, dies betrifft das Geschäftsflächen- und Ansiedlungsprogramm. Lediglich beim Stadtsanierungsprogramm ist es außen vor, richtet sich dieses doch an privaten Baumaßnahmen. Hierzu gibt es einen Sanierungsbeauftragten der Stadt, welcher Termine entgegennimmt.
Eine Diskussion über das Gehörte kam nicht auf. Doch anerkennende Kopfbewegungen waren zu sehen. Zum Beispiel für die Meldung, wonach Ende 2017 zwei Gewerbegebiete an der Zeil und der A 73 erschlossen würden.


Anreize beim Parken

Ob die Parkvergütungstickets von Interesse sein werden, bleibt abzuwarten. Geschäftsinhaber können künftig nämlich für ihre Kunden Anreize beim Parken schaffen, etwa durch das Schenken von Parkzeit. Dazu geeignete Vergütungstickets gebe es bei den Stadtwerken. "Es scheint sich abzuzeichnen, dass einige mitmachen", kommentierte Werkleiter Dietmar Weiß. Er stellte auch in Aussicht, dass sich Bürger dazu in Bälde auf der Webseite der Stadtwerke (stadtwerke.lichtenfels-city.de) unter der Rubrik Verkehrsbetrieb erkundigen können.