"Alles in Waagschale werfen"
Autor: Redaktion
Meeder, Sonntag, 19. Januar 2020
Die SPD Meeder schickt 16 Kandidaten für die Gemeinderatswahl am 15. März ins Rennen, tritt aber ohne eigenen Bürgermeisterkandidaten an.
Im Gasthaus "Lindenhof" in Wiesenfeld präsentierte der SPD-Ortsverein Meeder seine Gemeinderatsliste und stellte sich der durch viele gesetzliche Vorschriften geprägten Prozedur der Kandidatennominierung. Am Ende sei es dem Vorstand und allen Beteiligten doch gelungen, "eine tolle, mit vielen verschiedenen Kompetenzen und Erfahrungen gespickte Kandidatenliste aufzustellen", führte Vorsitzender Arne Müller aus.
Stolz auf die Liste
Es habe schon etwas Mühe gekostet, eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen, da gerade die Vorzeichen (Situation der Bundes- und Landes-SPD) nicht unbedingt jeden dazu animiere, sich politisch für die SPD zu engagieren. "Aber gerade auf der Gemeindeebene spielt die Parteizugehörigkeit nicht die erste Geige", erklärte Müller weiter.
Leider sei es trotz großer Bemühungen nicht gelungen, einen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen, und das sei für die Demokratie, gerade in einer kleinen Gemeinde, nicht sehr förderlich. Aber dafür würden die Gemeinderatskandidaten alles in die Waagschale werfen, um die Nachteile eines Wahlkampfes ohne eigenen Bürgermeisterkandidaten zu kompensieren. Umso mehr könne man auf die Listenzusammensetzung stolz sein - schließlich seien von den 16 Kandidaten sieben Frauen am Start, was einem Frauenanteil von 44 Prozent entspreche.
Auch Nichtmitglieder kandidieren
Ausdrücklich betonte Vorsitzender Arne Müller, dass sich insgesamt sieben Nichtmitglieder auf der Liste befänden, unter anderem auch Dagmar Escher, die für die Grünen im Kreistag sitze. Die "toll gemischte Truppe", die schon eine besondere Dynamik entwickelt habe, wolle viele wichtige Themen angehen, die in der Gemeinde nicht so recht vorankämen. Die Liste vereine Unternehmer und Betriebsräte, Arbeiter und Akademiker genauso in sich wie erfahrene Gemeinde- und Kreisräte auf der einen und Politikneulinge auf der anderen Seite.
Die Kandidaten stellten sich einzeln vor und legten ihre Beweggründe für die Kandidatur beziehungsweise ihre Ziele für die Gemeinde Meeder dar, nämlich zum Beispiel mehr Transparenz herzustellen bei Themen wie dem Neubau der Kläranlage in Kösfeld, neue Ideen einzubringen für die Jugend- und Seniorenarbeit sowie ein nachhaltiges, gut durchdachtes Vorgehen bei Infrastrukturmaßnahmen wie Straßen- oder Kanalbau, um nur ein paar zu nennen.
Um den Bürgern diese Ideen aus erster Hand näherbringen zu können, wurde gemeinsam ein neues Wahlveranstaltungsformat entwickelt: Neben der eigentlichen Vorstellung der Kandidaten soll den Bürgern über Themenabende das Wahlprogramm mit allen Hintergründen, Abwägungen und Beweggründen "erlebbar" gemacht werden. So soll es dem Wähler noch leichter fallen, sich einen wirklichen Eindruck von den Kandidaten zu machen - nämlich bei der "kommunalpolitischen Arbeit".
Wahlveranstaltungen
Folgende Veranstaltungen werden stattfinden: am Samstag, 25. Januar, ab 17 Uhr im Bistro Meeder, Themenschwerpunkt "Seniorenarbeit in der Gemeinde Meeder - neu gedacht!"; am Donnerstag, 30. Januar, ab 19 Uhr im "Lindenhof" in Wiesenfeld", Themenschwerpunkt "Neue Kläranlage Kösfeld - was der Bürger wissen sollte", und am Donnerstag, 13. Februar, ab 19 Uhr im Sportheim Großwalbur, Themenschwerpunkt "Straßenbau und zukünftige Baumaßnahmen". red