Der Lebendige Adventskalender und After-Work-Partys mit Livemusik auf dem Marktplatz sowie ein Weihnachtsdorf im Kreisl-Garten bereichern die Vorweihnachtszeit. Auch einen Weihnachtsmarkt gibt's wieder.
Bernhard Panzer
Auch wenn es die vermeintlich stille oder "staade" Zeit ist, die jetzt in den Wochen vor Weihnachten bevorsteht, und sich die Christen in Ruhe auf die Geburt Jesu vorbereiten mögen, so soll der Advent deshalb noch lange nicht langweilig sein. Das denkt sich die Förder- und Werbegemeinschaft (Föwe) und bietet seit fast anderthalb Jahrzehnten, mit Unterstützung der Stadt, täglich einen Lebendigen Adventskalender auf dem Marktplatz an.
Der hat sich inzwischen etabliert, so dass die Adventsabende zum beliebten Treffpunkt werden. Und heuer wird das Angebot noch erweitert, an den vier Advents-Donnerstagen nämlich, jeweils mit Livemusik. Und den Weihnachtsmarkt gibt es ja auch noch.
Aber nicht nur im öffentlichen Raum soll der Advent bei den Menschen gut ankommen, auch Gastronomen stellen sich auf stimmungsvolle Abende ein. Das Bistro Kreisl baut zum dritten Mal ein Winterdorf auf und lädt zum Weihnachtstreff.
"Wir möchten keine Konkurrenz aufbauen", sagt Daniel Waldera, der den Treff organisiert. "Wir sehen das als Ergänzung." Und das ist es seiner Meinung nach, was eine lebendige Innenstadt ausmacht. Dass man sich durch die Straßen bewegt, mal am Marktplatz verweilt und dann wieder zum nächsten Event geht. Waldera: "Es ist ein Geben und Nehmen."
Hackschnitzel
Am kommenden Freitag startet das Winterdorf im Biergarten. Bis zum 23. Dezember gibt es an den Wochenenden ein buntes Programm. Livemusik und Paella oder Spanferkel, DJ-Sound und Currywurst oder ein Familientag mit Kinderbasteln für einen guten Zweck - Abwechslung sei wichtig, wenn man über vier Wochen begeistern möchte.
Elf Kubikmeter voller Hackschnitzel, für das wärmende Gefühl an den Füßen, und rustikale Tische aus Holzpaletten sind schon ausgebracht beziehungsweise aufgestellt. Ebenso wie Bäumchen und weitere Weihnachtsdeko.
Derweil bereitet sich auch die Werbegemeinschaft auf den Advent vor. Am Marktplatz wurde das Podium errichtet, am Donnerstagabend soll die Weihnachtsbeleuchtung dann offiziell angeschaltet werden. An vier Donnerstagen sollen diesmal extra Abende mit Livemusik angeboten werden. Immer nach dem Lebendigen Adventskalender soll ein paar Stunden Gelegenheit sein, noch zusammen zu stehen, einer Band zu lauschen und zu tanzen, wenn es gefällt.
"After-Work-Glühwein" nennt sich das Angebot, wie Föwe-Vorsitzender Heiko Dilger erklärt. Am 1. Dezember spielt die Band "The Travelling Playmates", am 15. Dezember "Six to Real" sowie am 8. und 22. Dezember "Faded Glory". Und vom 2. bis zum 4. Dezember wird zum Weihnachtsmarkt auch eine Menge Programm auf dem Podium ablaufen.
Weihnachts-Opening
Dilger ist aber nicht nur ehrenamtlich Föwe-Vorsitzender, sondern beruflich Wirt. Und als Chef des Turmkämmerla springt er auf das After-Work-Programm auf. Er bietet zusammen mit Sami Alijaj in dessen Lokal "Herzo-Bar" an den Donnerstagen sogenannte Night-Cap-Partys an, also zu deutsch Absacker. Bereits am 24. November starten die beiden ab 18 Uhr in das Weihnachts-Opening, bei gutem Wetter im Außenbereich.
Ein echter Weihnachtsfan ist Klaus Römmelt. Auch er wird mit einer Bude auf dem Marktplatz wieder dabei sein. Aber das genügt ihm nicht: Seit mehreren Jahren sorgt er an seinem Café und im Garten für seine eigene illuminierte Weihnachtsdeko. Dabei gestaltet er einen etwa anderen Christbaum. Dieser Tage rückte der Kran an und hievte die Kugeln an die Äste des stattlichen Laubbaums.