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Abstrichstelle in Betrieb


Autor: Redaktion

Lichtenfels, Donnerstag, 26. März 2020

Für die niedergelassenen Ärzte im Landkreis Lichtenfels wurde eine externe Abstrichstelle für Verdachts-Patienten eingerichtet. Dadurch wird das Ansteckungsrisiko minimiert.


Zur Entlastung der niedergelassenen Ärzte und auch zu deren Schutz haben das Medizinische Versorgungs-Zentrum (MVZ) des Klinikverbundes Regiomed in Lichtenfels, der Ärztliche Kreisverband mit Otto Beifuß an der Spitze und die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Lichtenfels mit Landrat Christian Meißner an der Spitze der Katastrophenschutzbehörde gemeinsam eine Lösung gefunden: Für die niedergelassenen Ärzte wurde eine externe Abstrichstelle für Corona-Verdachts-Patienten eingerichtet.

Der Hauptgeschäftsführer des Regiomed-Klinik-Konzerns, Alexander Schmidtke, betont: "Wir nehmen unseren Versorgungsauftrag sehr ernst. Für Regiomed war es daher selbstverständlich, das Personal sowie den Betrieb dieser Abstrichstelle für die niedergelassenen Ärzte zu übernehmen. Für uns ist es auch eine Win-win-Situation, da wir zum einen die niedergelassenen Ärzte damit unterstützen und zum anderen auch unser Klinikum Lichtenfels entlasten können. Ich freue mich, dass durch die Unterstützung des Krisenstabs des Landkreises und die guten Kontakte ins Landratsamt auch mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks Bad Staffelstein diese Teststelle so schnell eingerichtet werden konnte."

Mit Schutzausrüstung versorgt

Landrat Meißner ergänzt: "Dadurch, dass nun für ganz Bayern der Katastrophenfall ausgerufen wurde, hat unser Krisenstab, der schon seit vielen Wochen arbeitet, nun auch die nötigen Kompetenzen zum Handeln. So konnten wir das MVZ Lichtenfels auch mit Schutzausrüstung versorgen, um diese Station zur Abnahme von Abstrichen sicher zu betreiben." Er stellt heraus, dass diese Abstrichstelle speziell für die niedergelassenen Ärzte eingerichtet wurde. "Seitens des Gesundheitsamtes ist schon seit Wochen eine eigene Abstrichstelle in Betrieb. Leider dürfen wir diese jedoch aus rechtlichen, versicherungs- und abrechnungstechnischen Gründen nicht für die niedergelassenen Ärzte anbieten."

Der Vorsitzende des Ärztlichen Kreisverbandes, Otto Beifuß, erläutert die Vorgehensweise. In Abstimmung mit den niedergelassenen Ärzten im Landkreis Lichtenfels sei vom Ärztlichen Kreisverband eine Meldekarte für die Anmeldung an der Abstrichstelle entwickelt worden. "Um nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts schnell und unkompliziert zu handeln und die Ansteckungsgefahr für Pflegekräfte und Ärzte zu minimieren, ist der Ablauf wie folgt", erklärt Otto Beifuß: "Sollte vom niedergelassenen Arzt eine Differenzialdiagnostik vorgenommen worden sein und es Anzeichen auf eine Corona-Virus-Erkrankung geben, meldet der niedergelassene Arzt den Patienten bei der Abstrichstelle an. Anschließend erhält der Patient einen Termin - meist am selben Tag oder am Tag darauf - bei der Abstrichstelle. Im ,Drive-Thru‘-Verfahren wird die Probe entnommen. Der Patient muss hierzu das Auto nicht verlassen. Somit wird das Ansteckungsrisiko auch auf ein Minimalmaß reduziert." red