Abstrampeln in Sachen Organspende
Autor: Redaktion
Haßfurt, Samstag, 15. Juli 2017
Die Kreisstadt Haßfurt ist Etappenort der "Radtour pro Organspende". Am Montag, 24. Juli, ab 17 Uhr machen die Teilnehmer auf ihrer Fahrt von Bayreuth nach ...
Die Kreisstadt Haßfurt ist Etappenort der "Radtour pro Organspende". Am Montag, 24. Juli, ab 17 Uhr machen die Teilnehmer auf ihrer Fahrt von Bayreuth nach Frankfurt am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken Station, wo sie von Landrat Wilhelm Schneider (CSU) und der SPD-Bundestagsabgeordneten Sabine Dittmar als Schirmfrau der Interessengemeinschaft/IG Niere Schweinfurt/Haßberge empfangen werden. Mit der Begrüßung der Radler starten die Haßberg-Kliniken eine Aktionswoche zur Organspende, wie das Kommunalunternehmen Haßberg-Kiniken weiterhin mitteilte. Etwa 30 Radfahrer werden in Haßfurt erwartet.
"Organspende ist ein lebenswichtiges Thema!" Aus ihrer langjährigen Erfahrung als Ärztin weiß Sabine Dittmar aus erster Hand, welch wichtige Rolle Organspenden für Patienten spielen. Vielen schwerkranken Menschen, deren eigene Organe versagt haben, kann mit einer Organspende geholfen werden.
Genau das trifft auf Bernd Hilpert zu. 2011 erhielt der heute 56-Jährige aus Fürth nach vier Jahren Dialyse eine neue Niere. "Seitdem bin ich stabil und kann mich auch wieder sportlich betätigen." Der zweifache Vater engagiert sich im Radsport, nimmt selbst an Rennen teil. In Zusammenarbeit mit seinen Mitstreitern im Verein Trans-Dia-Sport Deutschland hat er die diesjährige "Radtour pro Organspende" organisiert. In sechs Etappen geht es von Bayreuth bis nach Frankfurt, wo die Fahrt bei der "Deutschen Stiftung Organspende" am 29. Juli endet. Bevor die Teilnehmer am Montag, 24. Juli, in Haßfurt ankommen, haben sie von Coburg über Bamberg radelnd 92 Tageskilometer in den Beinen.
"Wir wollen positiv für das Thema Organspende werben", nennt Bernd Hilpert den vielleicht wichtigsten Aspekt der Tour. "Es geht darum, das Vertrauen in der Bevölkerung, das durch die vielen Skandale verloren gegangen ist, zurückzugewinnen und die Bereitschaft zur Organspende zu erhöhen." Noch immer stehen über 10 000 Menschen auf den Wartelisten für ein Spenderorgan. Viele warten bereits seit Jahren - und zu viele warten vergeblich.
Den Radlern, die bei der Aktion mitwirken und dabei nach Haßfurt kommen, geht es auf ihren Zwischenstationen an Krankenhäusern auch darum, Danke zu sagen: an die Ärzte und das Personal derjenigen Krankenhäuser, in denen Organe entnommen werden. "Sie sind in gewisser Weise Lebensretter für uns", unterstreicht Bernd Hilpert. "Organspende ist ein Thema, das man immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit rücken muss", sagt Stephan Kolck, der Vorstandsvorsitzende des Kommunalunternehmens Haßberg-Kliniken. "Es wäre schön, wenn auch viele Haßfurterinnen und Haßfurter am 24. Juli in den Krankenhaus-Park kommen."