In Hemhofen und Röttenbach gibt es weit und breit das beste Trinkwasser. Darüber sind sich die Bürgermeister Ludwig Wahl (FW, Röttenbach) und Ludwig Nagel (CSU, Hemhofen) einig. Verantwortlich dafür war Karlheinz Langfritz: 1982, also vor inzwischen 35 Jahren begann er als Verwaltungsangestellter im Wasserzweckverband und wurde nur drei Jahre später zum Geschäftsführer desselben bestellt.
Der Bau von Hochbehälter, Pumpwerk, Aufbereitungsanlage und Verbindungsleitungen gehörte seit dieser Zeit zu seinem Geschäft. Als die Gemeindevertreter gemeinsam mit dem Wasserzweckverband entschieden: "Wir brauchen neue Brunnen", plante Langfritz diese im Markwald. Dort wurde bestes Wasser vermutet, niemand ahnte damals jedoch, dass es darüber mit den Erlanger Stadtwerken und der Stadt Erlangen zu Streit kommen würde, die kurze Zeit später von der Presse als "Wasserkrieg" bezeichnet wurden und erst durch eine Entscheidung des Münchener Gerichts beigelegt wurden.
Ludwig Wahl erinnerte in seiner Laudatio zur Verabschiedung des langjährigen Geschäftsführers, der für ihn längst vom Mitarbeiter zum Freund geworden ist, an vieles, was dieser während seiner 35 Jahre währenden Dienstzeit erreicht hatte. "Es ging nicht nur um Verwaltungsabläufe, sondern darum, die Bürger in unseren Gemeinden mit gutem Trinkwasser zu versorgen."


Schwierige Zeiten überstanden

Langfritz erinnert sich ebenfalls an viele Ereignisse seiner langen Dienstzeit. Auch daran, dass der Verband einmal - weil sich beide Gemeinden aus anderen Gründen uneinig waren - kurz vor seiner Auflösung stand. Der Termin dafür stand bereits fest, doch glücklicherweise konnten sich die verantwortlichen Gemeindevertreter kurz vorher noch gütlich einigen.
"Ich war immer beeindruckt, wie beharrlich und zielstrebig Karlheinz Langfritz seine Ziele verfolgt hat", konstatierte Wahl. Er freute sich darüber, dass Langfritz dem Wasserzweckverband als Berater erhalten bleibt, und wünschte dem passionierten Golfspieler und Fußballfan viele erfolgreiche Spiele.