Steinbach am Wald — Der Kreisjugendring Kronach verabschiedete in seiner Vollversammlung Revisor Richard Bär. Vorsitzender Andy Fischer bedankte sich beim langjährigen engagierten Mitstreiter für die Zeit, welche Bär in die Verbandsarbeit investiert hat, mit einem Geschenk. Der Vorsitzende informierte die Mitglieder über die aktuelle Situation in der Kreisjugendring Geschäftsstelle. Schlagartig habe man nach 30 Jahren das Sachgebiet aufgelöst und dem Jugendamt zugeschlagen, sprach er die Umstrukturierung an.
Nunmehr müsse der politische Wille anerkannt und die neuen Strukturen des Landkreises angenommen werden, meinte Fischer. Für die Verantwortlichen des Kreisjugendrings heißt das, auch künftig das Schiff Kreisjugendring auf den Wellen zu manövrieren. Dazu müsse die Kommunikation zwischen Kreispolitikern und Mitgliedern des Kreisjugendrings verbessert werden. Eva Wicklein habe im Mai die Geschäftsstelle übernommen und sich ohne große Einarbeitung profiliert. Unterstützung erhalte sie dabei von Lisa Gratzke, welche jedoch zusätzlich die Position der Gleichstellungsbeauftragten inne hat.


Weitere Vernetzung geplant

Die Arbeitsplanung für das kommende Jahr sehe neben dem Bereich Freizeit und Kulturarbeit auch die politische Schnittstellenarbeit vor. Dabei sollten die Jugendbeauftragten der einzelnen Gemeinden von den Mitarbeiterinnen im Amt betreut werden und der Kreisjugendring stehe nunmehr beratend zur Seite. Die Jugendarbeit soll weiter vernetzt werden, deshalb will man auch wieder einen Jugendpreis ausloten. Ein fester Bestandteil im Jahresplan ist auch die Unterstützung der Aktion "familienfreudiger Landkreis". Weiterhin will man Impulse für die Bildungsregion Landkreis Kronach geben und das bürgerschaftliche Engagement stärken.
Als großen Arbeitsschwerpunkt der Vorstandschaft sieht Andy Fischer die Überarbeitung der Homepage. Damit sei das bereits beschlossene Jahresprogrammheft aber nicht vergessen worden, dies könne aber aufgrund der aktuellen personellen Lage im kommenden Jahr noch nicht aufgelegt werden, informierte der Vorsitzende. Eva Wicklein stellte den 103 650 Euro umfassenden Haushalt vor.


Erleichtertes Antragsverfahren

Dabei ging sie vorwiegend auf die notwendigsten Zahlen und gravierendsten Änderungen gegenüber dem Vorjahr ein. Auch verwies sie auf die nicht abgerufenen Gelder, welche die Verbände beantragen könnten. Ab dem kommenden Jahr werde das Antragsverfahren auch erleichtert, dann sei kein Vorbescheid mehr notwendig. Der Haushalt wurde auf Empfehlung der Vorstandschaft einstimmig von den Wahlberechtigten angenommen. Andy Fischer stellt kurz das Jugendforum vor. Dort gebe es mit der Aktion "Hören, Denken, Handeln" eine Aktion gegen das Vergessen.


Keine Kandidaten

Wünsche aus den Reihen der Mitglieder würden gerne angenommen, meinte der Kreisjugendringsvorsitzende. Mit der Zusammenlegung der beiden Sachgebiete sei auch ein Individualzuschuss hinfällig. Es wurde deshalb beschlossen, einen Individualzuschuss aufzulösen und die Gelder dem erzbischöflichen Jugendamt zu übergeben. Damit sei gewährleist, dass die Mittel im Landkreis bleiben und bedürftigen Familien, die aus dem Raster fallen, zu gute kommen.
Wie bei den Neuwahlen fanden sich auch bei der vorgesehenen Nachwahl keine Kandidaten für die Vorstandschaft. Der "leidige Punkt", wie es Fischer bezeichnete, musste deshalb erneut vertagt werden. Bei den Besuchern gut angekommen sei das zweite Kreisspielfest nach der Wiederbelebung. Der Vorsitzende zeigte Impressionen des rundum gelungenen Festes am Schulzentrum. Die Vorbereitungen für das Fest im kommenden Jahr sind schon am Laufen. Man sei dabei offen und würde gerne weitere Gruppen einbeziehen. Verstärkt gelte es die Verbände einzubeziehen, um auch den Vorstand für andere Aufgaben "freizuschaufeln", meinte Fischer.


"Sagenhaft sehenswert"

Er lud zu einem weiteren Vorbereitungstreffen, welches für 16. Februar vorgesehen ist, ein. Vorstandsmitglied Moritz Wicklein stellt den Jugendpreis vor. Er steht unter dem Motto "Sagenhaft sehenswert", die Ergebnisse werden bei "Kronach leuchtet" vorgestellt.