A-70-Verlegung: Brücke bei Hörlinreuth kommt nicht
Autor: Sonja Adam
Thurnau, Dienstag, 19. November 2019
Dass die Trasse der Autobahn A 70 bei Thurnau wegen des rutschenden Hangs verlegt werden muss, darüber sind sich Planer und auch die Vertreter des Marktes Thurnau einig. Dennoch zeigten sich die Gemei...
Dass die Trasse der Autobahn A 70 bei Thurnau wegen des rutschenden Hangs verlegt werden muss, darüber sind sich Planer und auch die Vertreter des Marktes Thurnau einig. Dennoch zeigten sich die Gemeinderäte von der Stellungnahme der Autobahndirektion Nordbayern nicht begeistert. "Die Maßnahme ist erforderlich. Darüber gibt es keinen Zweifel. Aber was mich stört, ist die große Ausführung, und meiner Meinung nach macht der nördliche Kreisel keinen Sinn", kommentierte Dietmar Hofmann (SPD).
Der Markt Thurnau hatte im Zuge der Durchführungsplanung verschiedene Sachverhalte angemerkt. Die meisten davon hat die Autobahndirektion berücksichtigt. So werden Abwasserkanal und Trinkwasserleitungen gesichert. Auch für die Feld- und Waldwege, die als Baustellenzuwegungen genutzt werden, wird es ein Beweissicherungsverfahren geben. Und natürlich stellt die Autobahndirektion sicher, dass kein verschmutztes Abwasser in die Thurnauer Kanalisation gelangt. Doch ein Wunsch wird nicht erfüllt: Die Thurnauer wünschten sich eine Brücke, die den Anschluss von Hörlinreuth sichern solle. Die Autobahndirektion schmetterte dieses Ansinnen mit dem dafür erforderlichen immensen Flächenverbrauch ab. Außerdem würde das Brückenbauwerk drei Millionen Euro kosten.
Abgelehnt hat die Autobahndirektion außerdem die Errichtung eines Park-and-ride-Platzes. Der Grund: Bereits bei Thurnau West gibt es solch einen Parkplatz - und er ist nicht ausgelastet.
Keine Einwände hatten die Mitglieder des Thurnauer Marktgemeinderates gegen die Vergrößerung des bestehenden Parkplatzes in Hutschdorf auf dem Grundstück gegenüber des Hauses Bethanien. Die Entscheidung war in der Vergangenheit vertagt worden, um die Oberflächenentwässerung zu klären. Der Bauantrag wurde inzwischen vom Landratsamt diesbezüglich überprüft. Erwin Schneider (FW-ÜWG) betonte, dass eine Begrünung erfolgen solle.
Industriegebiet
Das Industriegebiet Ost II/C macht Fortschritte. Die Thurnauer Marktgemeinderäte vergaben jetzt die Planungsleistungen für die Leistungsphasen 5 bis 9 zur Planung der Abwasseranlage und Verkehrsanlage im Industriegebiet für 122 894 Euro an das Ingenieurbüro Miller aus Nürnberg. Für die Planung der Trinkwasserleitung soll das Büro Dürrschmidt aus Nürnberg verantwortlich zeichnen. Der Auftrag hat ein Volumen von 8484 Euro netto. Außerdem beschlossen die Räte, dass die Ausschreibung der Oberflächenentwässerungseinrichtungen erfolgen solle. Vorbereitet wird die Ausschreibung vom Ingenieurbüro Miller.
Die maroden Holzstege im Regenrückhaltebecken im Baugebiet "Am Eichenbühl" werden für 7247 Euro instandgesetzt. Den Zuschlag erhielt die Firma Lutz und Wollnik aus Thurnau.
Der Bauhof darf einen Sortiergreifer für den gemeindlichen Bagger kaufen. Kosten: 11 782 Euro. Außerdem befürworteten die Thurnauer Marktgemeinderäte die Anschaffung einer mobilen Geschwindigkeitswarnanlage.