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40 Jahre Frauen-Union in Trabelsdorf


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Trabelsdorf, Donnerstag, 02. Februar 2017

Was wäre die heutige Politik ohne Frauen? Diese Frage beleuchtete Staatsministerin Melanie Huml in ihrer Festansprache zum 40-jährigen Bestehen der Trabelsd...
Die Gründungsmitglieder der Trabelsdorfer Frauenunion erhielten Urkunden und Glückwünsche von Staatsministerin Melanie Huml und FU-Kreisvorsitzender Angelika Saffer.


Was wäre die heutige Politik ohne Frauen? Diese Frage beleuchtete Staatsministerin Melanie Huml in ihrer Festansprache zum 40-jährigen Bestehen der Trabelsdorfer Frauen-Union. 1946 gab es im Bayerischen Landtag nur drei weibliche Abgeordnete, heute liegt der Frauen-Anteil im Landtag bei 28 Prozent, wobei vier der zehn Ministerien unter weiblicher Führung stehen. Auch im Gemeinderat Lisberg liegt der Frauen-Anteil bei knapp einem Viertel.
Huml ermunterte die Frauen, politische Verantwortung zu übernehmen und damit die Chancengleichheit der Frauen auszubauen. Frauen haben einen anderen Blickwinkel auf die Politik und beweisen oft mehr Fingerspitzengefühl. Politische Ambitionen stehen bei der Trabelsdorfer FU nicht unbedingt an vorderster Stelle, vielmehr verdienen die kulturellen Aktivitäten ein besonderes Augenmerk, die im Dorf wichtige Eckpfeiler bilden.
Auf das kulturelle Leben ging Pfarrerin Hedwig Deinzer gleich im Festgottesdienst in der St.-Michaels-Kirche ein. Sie verglich den Zusammenschluss der aktiven Frauen mit dem Bau eines Hauses. Jedes einzelne Mitglied bilde einen wichtigen Stein im gesamten Gebäude und habe deshalb eine spezielle Funktion im Leben, aber auch in der Frauen-Union.


Von Anfang an dabei

Beim Festakt ging Vorsitzende Elfriede Steigerwald kurz auf die Gründung 1977 ein. Die Gründungsmitglieder Dora Bischof, Hedwig Deinzer (92 Jahre), Maria Löhr, Betty Lösel, Reinhilde Schmitt und Elfriede Steigerwald erhielten von Staatsministerin Melanie Huml und der FU-Kreisvorsitzenden Angelika Saffer eine besondere Ehrung. Wie wichtig das Engagement Elfriede Steigerwalds für den erfolgreichen Bestand durch die vier Jahrzehnte der Frauen-Union war, wurde von ihren Stellvertreterinnen Heidi Dietz und Monika Fries nochmals gebührend unterstrichen.
Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Sieglinde Chiusi (auch seit 40 Jahren Schriftführerin), Käthe Förtner, Brigitte Steigerwald, Rosalinde Krämer, Monika Langner, Marianne Wirth und Finni Zöcklein ausgezeichnet.
Bürgermeister Michael Bergrab pflichtete bei, dass die FU zu einer Bereicherung des Dorflebens beitrage. Bürgermeisterin Maria Beck (Priesendorf), selbst FU-Mitglied, überbrachte in ihrer Funktion als CSU-Kreisvorsitzende Glückwünsche des Kreisvorstands. Im Festreigen wurden Lieselotte Balleiniger für 35 Jahre, Jutta Beck für 25 Jahre sowie Susanne Frank und Ulrike Heps für 15 Jahre Mitgliedschaft geehrt.
FU-Kreisvorsitzende Angelika Saffer ermunterte die Frauen zur regen Mitarbeit im Kreisvorstand, zu politischem und gesellschaftlichem Engagement. Die Gründungsmitglieder hätten vor 40 Jahren Mut und politische Weitsicht bewiesen, zumal die Frauen-Union die weibliche Kraft innerhalb der CSU bildet, so Saffer resümierend.
Von den Anfängen der Frauen-Union und dem geselligen Miteinander berichtete Betty Lösel. Aus der Chronik ging hervor, dass die Frauen-Union im Januar 1977 im Beisein der damaligen Kreisvorsitzenden Lucia Wohlleber in der Brauerei Beck gegründet wurde.


1978 erste Frau im Gemeinderat

Unter dem Vorsitz von Elfriede Steigerwald und ihrer Stellvertreterin Betty Lösel beschlossen die Frauen, sich einmal im Monat zu treffen. Man startete im ersten Jahr gleich mit einem Walzerabend und einem Silvestertanz. 1978 schaffte es schließlich die erste Frau in den Gemeinderat.
Muttertagsfeste und Weihnachtsfeiern gehörten fortan zu den festen Institutionen. 1983 begann der Ortsverband mit dem Osterbrunnen-Schmücken, 1984 gab es erstmals einen Kappenabend. Ausflüge, Wanderungen und sportliche Aktivitäten rundeten das Jahresprogramm ab. Karin Geyer