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23 Schüler erkunden gemeinsam Prag


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Lichtenfels, Freitag, 21. April 2017

Ein bisschen mulmig war manchen schon, als die 23 Schüler des Meranier-Gymnasiums am Freitagnachmittag in Ceský Brod, einem Vorort von Prag, ankamen. Werden...
Ein Gruppenbild mit der deutschen Gruppe vor der Prager Burg Foto: privat


Ein bisschen mulmig war manchen schon, als die 23 Schüler des Meranier-Gymnasiums am Freitagnachmittag in Ceský Brod, einem Vorort von Prag, ankamen. Werden die Tauschpartner nett sein? Wird man sich in der Familie wohlfühlen?
Aber schon nach der herzlichen Begrüßung durch Schüler und Eltern war klar, dass die Jugendlichen bestens von den Gastmüttern und -vätern versorgt werden.


Besichtigung der Innenstadt

Neben dem Besuch von Kino und Pizzeria wurden auch Ausflüge nach Prag unternommen - etwa in den Zoo, zur Burganlage oder in die Innenstadt. Daneben trafen sich die Lichtenfelser mit ihren Gastschülern auf verschiedenen Feiern, die von tschechischer Seite organisiert waren.
Am Montag begann das gemeinsame Programm mit Begrüßung und kleiner Feierstunde im Rathaus von Ceský Brod. Nach den Dankes- und Grußworten, die der Schulleiter des Meranier-Gymnasiums, Stefan Völker, auch von Landrat Christian Meißner (CSU) sowie dem Lichtenfelser Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) dem dortigen Schulleiter Ivo Kocum und dem stellvertretenden Bürgermeister Pavel Janík ausrichten durfte, stellten tschechische Schülerinnen in einer Präsentation ihr Land, ihren Heimatort und Besonderheiten ihrer Schule vor.
Auch die verantwortlichen Lehrkräfte aus Lichtenfels, Andrea Kirsch und Gregor Christof, dankten für die tolle Zusammenarbeit. Der anschließende Ausflug nach Kutná Hora, eine ehemals reiche Stadt, die zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, bot einen gruseligen Anblick:


Aufgetürmte Skelette

Beim Betreten des Beinhauses starrten die Schüler unzählige Knochenschädel an, die mit weiteren Knochen aus mehreren Tausend Skeletten zu Girlanden und Wappen aufgebaut sowie zu Pyramiden aufgetürmt waren - ein bizarrer Schmuck, der die Jugendlichen beider Länder nachdenklich machte. Viele waren froh, danach die reizvolle Altstadt von Kutná Hora besichtigt zu können.


Tschechische Spezialitäten

Am Mittag wurden die Schüler mit Lendenbraten und böhmischen Knödeln zu einem typischen regionalen Gericht ausgerechnet in der Gastwirtschaft "Zum Henker" eingeladen, was dem Genuss auch der Lichtenfelser Gäste aber keinen Abbruch tat.
Ein Besuch von Prag stand am Dienstag auf dem offiziellen Programm. Ausgangspunkt war das Velký strahovský Stadion, ein gigantisches Bauwerk, in dem früher die Spartakiaden stattfanden. Von dort führte ein kurzer Fußweg durch das Studentenviertel zur Prager Burg. Dort hatte die Gruppe nicht nur einen herrlichen Blick über die Altstadt, sondern konnte auch die Wachablösung mitverfolgen.
Von einer ehemaligen Schülerin des Partnergymnasiums, die inzwischen als deutschsprachige Fremdenführerin arbeitet, wurden die Schüler am Außenministerium vorbei bis zur Kleinseite nahe der Karlsbrücke geleitet. Von dort aus konnte auf eigene Faust in Kleingruppen die Innenstadt erkundet werden.


Die Skoda-Fabrik besichtigt

Am Mittwoch wurde das Škoda-Werk in Mladá Boleslav besichtigt. Die vergleichsweise guten Arbeitsbedingungen vor Ort, die technischen Raffinessen und beeindruckenden Maschinen bei der Herstellung der Pkw und die wechselvolle Geschichte der Automarke erfuhren die Schüler in einer sehr interessanten und ansprechenden Führung.
Am Abend luden die tschechischen Gäste zu einem Abschlussessen in einer Pizzeria in Ceský Brod ein, bevor die Jugendlichen die Austauschwoche in einer extra angemieteten Disco ausklingen ließen.
Etwas müde sahen manche aus, als am Donnerstag mit zum Teil vielen Tränen der Abschied näherrückte. Eine besondere Überraschung waren noch die mit allen Namen bedruckten T-Shirts, mit denen der Jubiläums-Schüleraustausch einen tollen Abschluss fand. Und so steht für einige fest: Nächstes Schuljahr sind sie dabei, wenn der Gegenbesuch in Lichtenfels stattfindet. Gregor Christof