Das Wort Stillstand kennt die Feuerwehr Stadtsteinach nicht. Nachdem die Mannschaft jüngst eine 650 000 Euro teure Drehleiter erhalten hat, steht schon das nächste Projekt vor der Haustür: der Bau eines neuen Stellplatzes für ein Einsatzfahrzeug. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung deutlich.

Die 52 Aktiven - davon sechs Frauen - standen in den zurückliegenden extrem trockenen Sommern vor neuen Herausforderungen. So musste in Römersreuth ein Großbrand auf einer Fläche von 35 Hektar bekämpft werden. 20 Stunden dauerte der Einsatz, an dem auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war.

Einen Teil der Einsätze machten technische Hilfeleistungen aus. So musste in Zaubach ein Pferd geborgen werden, das durch eine Betondecke gebrochen war. Vor Ort war man auch in Rugendorf an der Absturzstelle eines Doppeldeckers.

Die Wehr absolvierte im vergangenen Jahr 49 Einsätze, bei Schulungen machte sie sich fit für Atemschutz-Aufgaben und die Bedienung der neuen Drehleiter. Zur Jugend zählen elf Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren und 14 Heranwachsende (zwölf bis 18 Jahre). Um sie kümmern sich künftig Christopher Müller und Franziska Jungkuntz. Deren Vorgängerin Carmen Reuther erhielt von Bürgermeister Roland Wolfrum die silberne Ehrennadel der Stadt.

Für 25 Jahre Dienstzeit bekamen Gruppenführer Markus Greim und Oliver Baaske das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber. Als Urgestein der Wehr gilt auch Kassier Wilhelm Günther. Die beiden Vorsitzenden Jörg Geyer und Hans-Josef Hempfling lobten zudem Marion Schüßler, die seit zehn Jahren als Küchenchefin fungiert. Matthias Petzet ist seit 30 Jahren aktiv, Schriftführerin Evi Rummer seit 25 Jahren. Sie legte ihr Amt in jüngere Hände. Das Protokoll führt künftig Selina Ott.

Ansonsten gab es bei den Wahlen kaum Veränderungen. Vorsitzender bleibt Jörg Geyer, sein Stellvertreter Hans Jürgen Hempfling. Ums Finanzielle kümmert sich weiterhin Wilhelm Günther. Revisoren sind Reinhardt Titze und Andreas Mathes. Mario Münch fungiert als Zeugwart. Als Vertrauensleute eingesetzt sind Evi Rummer und Markus Greim.

Vorsitzender Jörg Geyer rief das Vereinsgeschehen in Erinnerung, das durch die Corona-Pandemie gebremst wurde. Dennoch habe man zahlreiche Initiativen wie einen Malwettbewerb für Kinder, ein Johannisfeuer (2019) und einen Kinder-Cup organisiert. Sehr positiv entwickeln sich die Mitgliederzahlen: mit aktuell 216 Angehörigen hat man 18 Prozent mehr Mitglieder als noch vor der Pandemie.

Grußworte sprachen Landrat Klaus Peter Söllner, Bürgermeister Roland Wolfrum und Kreisbrandrat Stefan Härtlein.

Die Aktiven setzten sich nicht nur ein für den Brandschutz, sondern auch für die Stadtjugend. Jörg Geyer übergab einen Kicker als Spende für den Jugendraum. Die Stadträte Jonas Gleich und Tobias Schöffel weihten das Gerät sofort ein. Für die Vogelwelt hatten die Aktiven Nisthilfen gebaut.