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SpVgg Greuther Fürth trauert um Weggefährten - "eine Institution"


Autor: Ralf Welz

Fürth, Montag, 02. Februar 2026

Der fränkische Fußball-Zweitligist Greuther Fürth nimmt Abschied von einem langjährigen Weggefährten. Die Rede ist von einer "Institution" und einem "ganz besonderen Menschen".
Luftbild vom Sportpark Ronhof, der Spielstätte der SpVgg Greuther Fürth (Aufnahme vom Oktober 2021).


Die SpVgg Greuther Fürth hat bekannt gegeben, dass ihr langjähriger Mannschaftsarzt Dr. Harald Hauer am vergangenen Samstag im Alter von 81 Jahren verstorben ist. Hauer betreute die Profifußballmannschaft des Vereins von 1996 bis 2017 als Mediziner. In einem Nachruf auf der Webseite des fränkischen Zweitligisten bezeichnet Ehrenpräsident Helmut Hack den Verstorbenen "als einen meiner ältesten und längsten Weggefährten". Er betonte Hauers unermüdlichen Einsatz und seine landesweit anerkannte Fachkompetenz.

Viele Mitglieder und Weggefährten des Vereins würden ihn nun schmerzlich vermissen. "Dr. Harald Hauer war eine Institution in unserem Verein", wird Hack zitiert. Keine Zeit und keine Mühen seien ihm zu viel gewesen, wenn jemand seine ärztliche Hilfe benötigt habe. Sein Expertwenwissen sei in ganz Deutschland respektiert gewesen. "Dabei war er auch ein ganz besonderer Mensch." Auch Präsident Volker Heißmann blickte auf eine langjährige Bekanntschaft mit Hauer zurück, die bis in seine Kindheitstage zurückreicht. Er erinnerte an zahlreiche persönliche Begegnungen und sprach Hauer seine Anerkennung für dessen Lebensleistung aus.

SpVgg Greuther nimmt Abschied von ehemaligem Mannschaftsarzt Harald Hauer

Harald Hauer, gebürtig aus Erlangen, hatte vor seiner medizinischen Laufbahn selbst aktiv Fußball gespielt, unter anderem in der Bayernliga beim SC Büchenbach. Nach seiner sportmedizinischen Ausbildung war er ab 1989 zunächst Mannschaftsarzt des TSV Vestenbergsgreuth. Mit dem Zusammenschluss der Greuther Fußballabteilung mit der Spielvereinigung im Jahr 1996 wechselte er in gleicher Funktion nach Fürth. Hauer galt als bekennender Kleeblatt-Fan, der bereits als Jugendlicher Spiele der Spielvereinigung besucht hatte.

Neben seiner Tätigkeit als Mannschaftsarzt führte Hauer seit 1974 eine eigene allgemeinmedizinische Praxis in Emskirchen, in der er bis zuletzt arbeitete. Für die Spieler und den gesamten Verein war er nahezu täglich im Einsatz. Auch bei Auswärtsspielen, in Trainingslagern, und bei den Junioren- oder zweiten Mannschaften war seine Unterstützung häufig gefragt. "Dabei kümmerte sich Harry Hauer nicht nur um das Wohlergehen der Fußballer", heißt es im Nachruf. "Wer auch immer in der großen Kleeblatt-Familie gesundheitliche Probleme hatte, konnte auf die Hilfe von Doc Hauer setzen."

Die SpVgg Greuther Fürth würdigt den jahrzehntelangen Einsatz und das Engagement von Hauer. Dem Weggefärten werde im Verein ein ehrendes Andenken bewahrt, halten die Verantwortlichen des Zweitligisten fest. Der Familie des Verstorbenen spricht die Spielvereinigung ihr tief empfundenes Mitgefühl aus.

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