"So schrecklich": Paar erhält üblen Hundehasser-Brief - Schreiben macht fassungslos

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Burgfarrnbach: Paar erhält üblen Hundehasserbrief - "so schrecklich"
Treibt sich ein Hundehasser im Landkreis Fürth um? Manuela Aulich kann sich nicht erklären, wer der Absender des Briefes sein kann.
Burgfarrnbach: Paar erhält üblen Hundehasserbrief - "so schrecklich"
Privat; Collage: inFranken.de
Fürth: Paar erhält üblen Hundehasserbrief und verständigt Polizei - "so schrecklich"
Im Schreiben droht die Person mit Giftködern.
Fürth: Paar erhält üblen Hundehasserbrief und verständigt Polizei - "so schrecklich"
Privat

Manuela Aulich und ihr Mann sind zu Adressaten eines dreisten Hundehassers geworden. Das Paar aus Burgfarrnbach (Gemeinde Fürth) hat einen Drohbrief erhalten, dessen Inhalt fassungslos macht.

  • Burgfarrnbach: Paar erhält anonymen Drohbrief wegen seiner Hunde
  • Schreiben verstört Halter - "Ich habe, ehrlich gesagt, geweint"
  • "Wäre doch schade ...": Hundehasser wendet Erpressung an
  • Anzeige wegen Nötigung - Fall wird Staatsanwaltschaft übermittelt

Um die beängstigende Post zu verarbeiten, habe es einige Tage gebraucht, berichtet Manuela Aulich aus Burgfarrnbach im Landkreis Fürth inFranken.de. Ihr Mann habe vergangene Woche einen anonymen Drohbrief im Briefkasten gefunden. "Ich habe, ehrlich gesagt, geweint", gesteht sie.

Unbekannter droht Hundehalter-Paar mit Giftködern - "wissen nicht, was das soll"

"Sie sollten dafür sorgen, dass ihre Hunde nicht ständig Lärm durch Bellen und Kläffen verursachen. Wäre doch schade, wenn ihre Hunde aus Versehen mal was Falsches zu Fressen bekommen", steht mit Computer geschrieben auf einem Blatt Papier. Der Titel: "Der Lärm ihrer Hunde". Das Schreiben sei direkt an Aulichs Mann adressiert und mache das Paar fassungslos. Aulich wisse von keinen weiteren Adressat*innen in ihrer Umgebung. 

Das Verwunderliche: "Um uns herum haben viele andere Leute Hunde - auch größere. Sie lassen ihre Hunde auch tagsüber draußen, wenn sie auf die Arbeit gehen, was wir überhaupt nicht machen", führt die Burgfarrnbacherin aus. Das Paar besitze einen älteren Golden Retriever, der "gar keine Stimme rausbekommt" und einen Mischling aus Berner Sennenhund und Pyrenäenberghund mit dunklem Bellen. 

"Unsere Hunde sind nur zu Hause, wenn wir da sind und nachts drinnen, da sind sie immer ruhig. Wir wissen deshalb gar nicht, was das soll. Das ist so schrecklich", klagt Aulich merklich aufgewühlt.

Besitzer schalten die Polizei ein - Fall geht an die Staatsanwaltschaft

Sie sei besorgt, da ihr Grundstück viele Möglichkeiten biete, Giftköder von außen hineinzuwerfen. In Zukunft werde die Terrasse zuerst kontrolliert, bevor die Hunde rausdürften. "Eine Freundin ist Tierärztin und hat mir eine Art große Maulkörbe empfohlen, mit denen sie nichts aufschnappen können."

"Mein Mann wird auch eine Kamera kaufen. Das ist polizeilich erlaubt, solange es auf das eigene Grundstück geht", fügt sie hinzu. Der Fall lässt das Paar ratlos zurück: "Wenn jemand etwas gegen uns hat, soll er es doch persönlich mit uns ausmachen und nicht an den Hunden auslassen."

"Wir haben den Brief der Polizei übergeben und eine Anzeige wegen Nötigung erstattet. Der Fall wird auch nicht eingestellt, sondern geht an die Staatsanwaltschaft", so Manuela Aulich.