Fürth
Graue Mauer störte

Anwohner bezahlen Sprayer: Gigantisches Graffiti vor fränkischen Wohnblock gesprüht

In Fürth haben Sprayer ein 800 Quadratmeter großes Graffiti vor einer Wohnanlage angebracht. Die Anwohner hatten die "triste Stützwand" derart satt, dass sie den Künstlern aus eigener Tasche Geld für ihr Werk zahlten.
Fürth: Riesen-Graffiti am Grundigpark - "Größtes Streetart-Projekt der Metropolregion"
Wo in Fürth vorher nur eine "triste, graue Stützwand" war, erstrahlt jetzt ein riesiges Graffiti in leuchtenden Farben. Foto: Stadt Fürth
  • Fürth: Riesen-Graffiti am Grundigpark - 800 Quadratmeter Fläche und 250 Meter Länge
  • 28 Grafitti-Künstler aus ganz Europa und lokale Künstler sorgen für farbenfrohen Blickfang
  • Zahlreiche Spenden der Anwohner - auch die Stadt steuert 5000 Euro bei

Mit einer Fläche von rund 800 Quadratmetern und einer Länge von 250 Metern ist das Graffiti am Ufer des Europakanals auf Höhe des Grundigparks das "größte Streetart-Projekt der Metropolregion", wie die Stadt Fürth jetzt mitteilt. Demnach seien an der Umsetzung rund 28 Graffiti-Künstler aus ganz Europa, sowie auch einige Fürther Künstler beteiligt gewesen.

Sehnsucht nach Farbe: Hausverwaltung und Eigentümer initiieren Streetart-Projekt

Entstanden sei das Ganze laut Stadt auf Initiative der Hausverwaltung und mehrerer Hauseigentümer*innen, die die "triste, graue Stützwand" offensichtlich satthatten und sich nach ein wenig Farbe sehnten.

Auch das Engagement der Anwohner im Hinblick auf die Finanzierung des Projektes zeugte bereits vorab von großem Interesse an der Umsetzung. Vonseiten der Anwohner gingen laut Stadt nämlich zahlreiche Einzelspenden zwischen 10 und 500 Euro ein. Auch die Stadt Fürth werde sich mit 5 000 Euro an dem Projekt beteiligen, wie Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung zusicherte.

Durch seine Lage unterhalb der Alten Veste von Zirndorf sollte die Mauer des Grundigparks von nun an zu einem richtigen Blickfang werden. Schließlich sei sie sowohl von der Südwesttangente als auch vom Kanal aus sehr gut sichtbar. Und vielleicht kann das beeindruckende Kunstwerk ja sogar zu einem kleinen Fürther Wahrzeichen werden.