Fürth: 34-Jähriger ersticht Ehefrau - zu lebenslanger Haft verurteilt
Autor: Agentur dpa
Fürth, Montag, 08. Mai 2023
Mit einem Messer soll ein Mann in Fürth seine Ehefrau erstochen haben. Kurz zuvor soll sie ihm bei einem Streit gedroht haben - war dies der Auslöser für die Tat? Nun wurde er zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Update 25.05.2023, 14.00 Uhr: Ehefrau erstochen - 34-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt
Ein 34-Jähriger muss eine lebenslange Haftstrafe verbüßen, weil er seine Frau in Fürth mit zahlreichen Messerstichen getötet hat. Das Landgericht Nürnberg befand den Angeklagten des heimtückischen Mordes für schuldig, teilte eine Justizsprecherin am Donnerstag mit. Mit dem Urteil sei die Kammer am späten Mittwochnachmittag den Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Nebenklage gefolgt.
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Der Mann hatte seine Ehefrau im September vergangenen Jahres nach einem Streit mit einem Küchenmesser angegriffen und ermordet. Die Frau hatte nach Ansicht der Richter nicht mit der Attacke gerechnet und deshalb keine Möglichkeit, sich zu wehren, erläuterte die Gerichtssprecherin.
Der Angeklagte war zum Tatzeitpunkt nur auf Bewährung auf freiem Fuß, weil er bereits wegen gefährlicher Körperverletzung an seiner Frau verurteilt worden war.
Update 08.05.2023, 14.50 Uhr: "Kann sich nicht erinnern" - Angeklagter gibt Erklärung ab
Mit 14 Messerstichen soll ein 34-Jähriger in Fürth seine Frau umgebracht haben. Seit Montag muss er sich deshalb wegen Mordes vor dem Landgericht in Nürnberg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine Frau im September vergangenen Jahres nach einem Streit getötet zu haben.
Diese soll der Anklage zufolge ihrem Mann gedroht haben, die Polizei über seinen Drogenkonsum zu informieren. Der Tatverdächtige befand sich zu diesem Zeitpunkt auf Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung an seiner Frau. Mit dem Mord habe der Angeklagte verhindern wollen, dass sein Drogenkonsum bekannt und die Bewährung widerrufen werde, hieß es in der Anklageschrift.
Ein Verteidiger verlas am ersten Prozesstag eine Erklärung des 34-Jährigen. Darin habe dieser eingeräumt, dass er sich am Tattag mit seiner Frau gestritten habe, sagte eine Justizsprecherin. Er habe sich demnach beleidigt und angegriffen gefühlt. "An die eigentliche Tat kann er sich nicht erinnern."
Die Kammer hat bis Mitte Juni sechs weitere Verhandlungstermine angesetzt. Es soll der Gerichtssprecherin zufolge geklärt werden, wie es genau zu der Tat kam und ob es sich tatsächlich um Mord handelt.