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Fürther Rathausturm: Höhenrettungsgruppe mit spektakulärer Übung


Autor: Julian Drescher

Fürth, Mittwoch, 19. August 2026

Eine Spezialgruppe hat in Fürth eine spektakuläre Übung durchgeführt. Der Einsatz fand in schwindelerregender Höhe statt - auf einem 176 Jahre alten Wahrzeichen.
Am Wahrzeichen Fürths wurde eine Person von der Aussichtsplattform 45 Meter in die Tiefe bis auf den Gehweg abgeseilt. Möglich war die Übung, weil ein Gerüst für Sanierungsarbeiten aufgebaut war.


In Fürth hat am Dienstag (18. August 2026) eine aufsehenerregende Übung der Höhenrettungsgruppe stattgefunden. Eine Person wurde aus 45 Metern Höhe vom 176 Jahre alten Rathausturm abgeseilt - ein spektakulärer Anblick mitten in der Innenstadt.

Das Szenario der Übung: Ein verletzter Arbeiter muss von einem Gerüst auf dem Plateau des Turms gerettet werden. Die Herausforderung dabei: Weder ein Feuerwehrfahrzeug mit Leiter noch das Treppenhaus im Inneren konnten für den Transport genutzt werden.

Höhenrettung der Feuerwehr Fürth: Spezialisten proben am Fürther Rathausturm

Die Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr Fürth ist eine Spezialeinheit für Einsätze in großer Höhe. Sie kommt laut Christian Rosenkranz, Übungsleiter der Feuerwehr Fürth, immer dann zum Einsatz, wenn herkömmliche Rettungsmittel wie Drehleitern nicht mehr ausreichen. Dazu zählen etwa Rettungen von Baukränen, Hochhäusern oder Industrieanlagen. Rosenkranz betont im Gespräch mit News5, dass es in Fürth beispielsweise mehrere hohe Baukräne im Stadtgebiet gebe. Deswegen sei die Spezialgruppe gerade in Großstädten wichtig. 

"Wenn man jetzt in die Nachbarstadt schaut, nach Nürnberg - die hatten letzte Woche erst einen Einsatz auf der Baustelle, da ist ein Arbeiter abgestürzt. Da hat man auch die Höhenrettungsgruppe gebraucht, wo man halt zu nicht zugänglichen Stellen hinkommt", schildert der Übungsleiter. 

Die Gelegenheit, am historischen Rathausturm zu trainieren, biete sich nicht oft. Regelmäßiges Training sei für die Spezialisten unverzichtbar. Die Feuerwehr habe bei der Stadtspitze angefragt und die Genehmigung erhalten. Trotz Regen und Wind verlief die Übung erfolgreich. Das Wetter spiele bei Einsätzen ohnehin keine Rolle - Verletzte gebe es schließlich nicht nur bei Sonnenschein. "Die Jungs haben super miteinander gearbeitet und die Person wurde erfolgreich auf Erdgleiche gebracht", resümiert der Ausbilder zufrieden.

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