Druckartikel: Wetter in Franken: Wie lange dauert die Hitzewelle? "Heftige Prognose"

Wetter in Franken: Wie lange dauert die Hitzewelle? "Heftige Prognose"


Autor: Alexander Milesevic

Franken, Donnerstag, 18. Juni 2026

Franken schwitzt bei sommerlichen Temperaturen. Bis zu 38 Grad sollen laut einem Modell örtlich möglich sein. Ob die Hitze nur kurz zu Besuch ist oder länger bleibt.
Eine Frau nutzt in Deutschland einen Brunnen zur Abkühlung. In Franken werden in den nächsten Tagen Temperaturen von teils weit über 30 Grad erwartet.


Die Hitzewelle in Franken hat begonnen und sorgt für schweißtreibende Temperaturen. Süddeutschland gelange unter Hochdruckeinfluss, meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Mit einer Strömung aus Südwest werde heiße Subtropikluft in die Region geführt.

Besonders extrem sind die vorhergesagten Temperaturen laut des fränkischen Wetterexperten Stefan Ochs ("Wetterochs") bei einem KI-Wettermodell.

KI-Wettermodell prognostiziert bis zu 38 Grad - Experte spricht von "schlechtem Scherz"

Das KI-Wettermodell AIFS habe "eine heftige Prognose abgeliefert", schreibt der als Wetterochs: Demnach würde es bis Ende Juni in Franken durchgehend Höchsttemperaturen zwischen 33 und 38 Grad geben. "Da hat die KI wohl mal Humor beweisen wollen und wir ordnen das lieber in die Kategorie 'schlechter Scherz' ein", so Ochs.

Das Konkurrenzmodell AIGFS zeige zwar ebenfalls eine längere Hitzeperiode, jedoch auf niedrigerem Niveau von etwa 30 bis 33 Grad. Die konventionellen Wettermodelle seien deutlich zurückhaltender: Beim GFS-Modell sei bereits am Montag (22. Juni 2026) mit Abkühlung zu rechnen, beim IFS-Modell ab Mittwoch (24. Juni).

Unabhängig von der Dauer der Hitzewelle warnt der Experte vor den Folgen für die Böden. Der Regen der vergangenen zwei Wochen habe die Böden nur oberflächlich angefeuchtet. "Die Feuchteprofile sind bedenklich, schon bald ist der Boden bis in 40 Zentimeter Tiefe ausgetrocknet", erklärt Ochs.

DWD warnt vor hoher Wärmebelastung und Gewittern ab Freitag

Der DWD prognostiziert für Freitag (19. Juni) eine hohe Wärmebelastung, bevor am Abend im westlichen Franken vereinzelte Gewitter möglich seien - mit Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter in der Stunde, stürmischen Böen um 70 Kilometer pro Stunde und Hagel. Auch am Samstag (20. Juni) und Sonntag (21. Juni) steige das Risiko für Schauer und Gewitter, während die Temperaturen weiterhin bei 32 bis 37 Grad liegen sollen.

Diagramm

Noch extremer könnte es in Frankreich werden: Das Modell ARPEGE zeige für Sonntagnachmittag in der Mitte und im Südwesten des Landes Werte von 42 bis 44 Grad, wie Ochs berichtet. Der französische Hitzerekord von 46 Grad aus dem Jahr 2019 sei damit nicht weit entfernt. Die Hitze werde regelrecht aus der Sahara herausgedrückt und nach Norden gelenkt.

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