Er stand an vorderster Front - Mutmaßlicher IS-Kämpfer in Franken festgenommen

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Er soll in Moskau angeworben und anschließend in Syrien für den Islamischen Staat (IS) gekämpft haben. Jetzt wurde der Mann bei einer Wohnungsdurchsuchung in Oberfranken festgenommen.

Ein Mann, der für die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gekämpft haben soll, ist in Oberfranken festgenommen worden. Der tadschikische Staatsangehörige soll sich 2015 in Syrien am IS beteiligt haben, wie die Generalstaatsanwaltschaft München am Freitag (30. Juni 2023) mitteilte.

Demnach wurde der Mann Anfang 2015 in Moskau für den IS angeworben. Nach einem Koranstudium und einer militärischen Ausbildung im syrischen Tabqa soll er laut Behördenangaben in Aleppo 22 Tage aufseiten des IS gekämpft haben. Dabei habe er an vorderster Front und mit einem Sturmgewehr bewaffnet am Sturm auf eine große Militärbasis der syrischen Streitkräfte teilgenommen. Nach viermonatiger IS-Mitgliedschaft sei er im August 2015 wieder aus Syrien ausgereist.

Oberlandesgericht München erlässt Haftbefehl - Verdächtiger festgenommen

Festgenommen wurde der Beschuldigte laut Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch bei einer Wohnungsdurchsuchung. Der Ermittlungsrichter des Oberlandesgerichts München hat am Donnerstag (29. Juni 2023) Haftbefehl erlassen. Bei der Generalstaatsanwaltschaft München ist die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) angesiedelt.

Vorschaubild: © Amaq News Agency/AP/dpa