Hubert Aiwanger tot: Fränkische Weggefährten geschockt – "absolute Tragödie"
Autor: Anton Knorr, Ralf Welz
Franken, Donnerstag, 05. November 2026
Der plötzliche Tod von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat bundesweit für Trauer gesorgt. Auch fränkische Weggefährten zeigen sich zutiefst erschüttert.
Im Alter von nur 55 Jahren verstarb der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger am Mittwoch (4. November 2026). Der Chef der Freien Wähler wurde tot in einem Berliner Hotelzimmer aufgefunden. Mittlerweile hat sich auch die Staatsanwaltschaft erstmals zu der aktuellen Lage geäußert.
Seine politische Karriere begann laut der Webseite des Bayerischen Landtages mit seinem Eintritt in die Partei der Freien Wähler im Jahr 2001. Im Jahr 2006 wurde er Landes- und 2008 schließlich Bundesvorsitzender der Partei. In dieser Zeit kam er mit vielen Personen in Kontakt, die nun im Netz öffentlich um ihn trauern. Darunter befinden sich auch zahlreiche Persönlichkeiten aus Franken.
Söder, Heißmann und Co. – fränkische Persönlichkeiten nach Aiwangers Tod fassungslos
Markus Söder (CSU) bezeichnet den plötzlichen Tod seines langjährigen Stellvertreters als eine "absolute Tragödie". Die Gedanken des Ministerpräsidenten seien bei Aiwangers Familie und Kindern. Auch die Bamberger Landtagsabgeordnete Melanie Huml zeigt sich geschockt: "Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger macht mich fassungslos. Wir haben viele Jahre zusammen im Kabinett gearbeitet." Die CSU‑Politikerin beschreibt ihn als einen "leidenschaftlichen Kämpfer für seine Heimat".
Der fränkische Komiker Volker Heißmann, der vor allem für seine Rolle als Teil des Kultduos "Waltraud und Mariechen" bekannt ist, wendet sich in seinem Nachruf an den Verstorbenen persönlich : "Dein plötzlicher Tod ist nicht zu fassen". Demnach habe Aiwanger gerne die Fürther Comödie und das Grüner Brauhaus besucht. Auch die aus Unterfranken stammende Bundesministerin Dorothee Bär (CSU) erinnert sich auf Instagram indes an ihren letzten Termin mit dem Freie-Wähler-Vorsitzenden. Der Tod Aiwangers erschüttere sie sehr, hielt die Politikerin fest.
Ulf Poschardt, gebürtiger Nürnberger und ehemaliger Chefredakteur von WeltN24, erinnert in einem Facebook-Beitrag ebenfalls an Aiwanger. In einem zehnminütigen Video spricht er über den Politiker und dessen Wirken. "Hubert Aiwanger war ein freier Mensch, ein unverwechselbarer Charakter, einer der wenigen Politiker, die nie volksnahe sein wollten, sondern es einfach waren", schreibt der Journalist unter seinem Beitrag.
"Leidenschaftlich" und "außergewöhnlich": So behalten fränkische Politiker Aiwanger in Erinnerung
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sei ebenfalls von der Nachricht erschüttert. "Mit ihm verlieren wir einen leidenschaftlichen Politiker, der unserem Land und seiner Heimat eng verbunden war", schreibt der in Erlangen lebende Minister über seinen verstorbenen Politiker-Kollegen. Aiwangers Parteifreund Thorsten Glauber aus dem oberfränkischen Landkreis Forchheim reagiert bestürzt – der bayerische Umweltminister zeigt sich zugleich dankbar für seine 20-jährige Zusammenarbeit mit dem Freie-Wähler-Chef.
Video:
Für Judith Gerlach (CSU) geht mit Hubert Aiwanger "ein außergewöhnlicher Politiker" verloren. Die Würzburgerin sei noch in der vergangenen Woche gemeinsam mit ihm zu einer Pressekonferenz gelaufen.