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Geteilter Feiertag in Franken: Mariä Himmelfahrt 2026 - wer hat frei?


Autor: Redaktion, Agentur dpa

Franken, Freitag, 14. August 2026

In Bayern ist Mariä Himmelfahrt am 15. August 2026 nicht überall ein Feiertag. Besonders in Franken bleiben an diesem Samstag die Geschäfte häufig geöffnet.
Eine junge Frau mit den für den Feiertag Mariä Himmelfahrt typischen "Kräuterbuschen" beteiligt sich an einem Trachtenfestzug durch den Ort zur Seepromenade, beim jährlichen Heimattag mit Seefest am Kochelsee. Nicht überall in Bayern ist Mariä Himmelfahrt ein Feiertag, besonders Franken sticht hier heraus.


Die einen haben frei, die anderen müssen arbeiten - der Feiertag Mariä Himmelfahrt am Samstag (15. August 2026) teilt Franken, und damit auch Bayern

Ob Mariä Himmelfahrt als gesetzlicher Feiertag gilt, hängt im Freistaat von der Verteilung der Konfessionen ab. Haben in einer Gemeinde mehr katholische als evangelische Menschen ihren Wohnsitz, dann ist der 15. August dort ein Feiertag. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik trifft das auf rund 83 Prozent aller bayerischen Gemeinden zu.

Franken besonders betroffen: Hier ist Mariä Himmelfahrt kein Feiertag

In 348 von 2506 Gemeinden jedoch, zum Beispiel in Nürnberg oder Erlangen, gibt es mehr evangelische Kirchenmitglieder. Hier ist Mariä Himmelfahrt kein gesetzlicher Feiertag, sodass Geschäfte am Samstag wie gewohnt öffnen dürfen.

Je nach Region gibt es deutliche Unterschiede, Franken sticht hier besonders heraus, aber nicht nur. In allen Gemeinden Oberbayerns und Niederbayerns ist Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag. In anderen Teilen Bayerns ist das nicht überall so.

Zum Beispiel ist in Oberfranken der 15. August in 54,2 Prozent der Gemeinden kein Feiertag, in Mittelfranken trifft das sogar auf 81 Prozent der Gemeinden zu. In der Oberpfalz, in Schwaben und in Unterfranken gilt der 15. August dagegen meistens als gesetzlicher Feiertag. Datengrundlage sind die Zensus-Ergebnisse. Aufgrund neuerer Zahlen änderte sich der Status einiger Gemeinden im vergangenen Jahr: In sechs Gemeinden war der 15. August lange kein Feiertag - ist es aber seit 2025. Zwei Kommunen dagegen verloren ihren Feiertagsstatus. 

Mariä Himmelfahrt nicht überall Feiertag: Einzelhändler freuen sich

Schon seit vielen Jahren zieht es Menschen aus der katholisch geprägten Oberpfalz an Mariä Himmelfahrt zum Einkaufen oder Bummeln nach Nürnberg oder Bayreuth, wo die Geschäfte offen haben. Dass der 15. August in diesem Jahr auf einen Samstag falle, sei in den Orten ohne Feiertag besonders gut für den Einzelhandel, sagt Bernd Ohlmann vom Handelsverband Bayern. Der Samstag sei schließlich der wichtigste Einkaufstag für den Handel.

Die Branche hoffe nun noch auf das passende Wetter, betont Ohlmann: Nicht zu heiß dürfe es sein und natürlich auch nicht regnen. Dann sei damit zu rechnen, dass sich besonders viele Menschen auf den Weg in die Innenstädte mit geöffneten Läden machen - zum Einkaufen, aber auch zum Essen und zum Kaffeetrinken.

Im Süden des Freistaats ist Mariä Himmelfahrt fast überall ein gesetzlicher Feiertag. Vor allem hier hat sich rund um den Tag ein lebendiges Brauchtum entwickelt. Traditionell werden in den katholischen Gottesdiensten zu Sträußen gebundene Kräuter gesegnet, wie das Erzbistum München-Freising informiert. Mariä Himmelfahrt zählt zu den wichtigsten Marienfesten und heißt offiziell Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel.

Fest aus dem 5. Jahrhundert

Das Fest wurde bereits im 5. Jahrhundert gefeiert. Ein biblisches Zeugnis dafür gibt es nicht, aber es ranken sich zahlreiche Legenden darum, dass Maria, die Mutter Jesu, nach ihrem Tod leibhaftig in den Himmel aufgenommen worden sein soll. Um dem Thema Nachdruck zu verleihen, hat Papst Pius XII. 1950 ein entsprechendes Dogma verkündet, also einen für Katholiken verbindlichen Glaubenssatz.