Entdeckung in Fränkischer Schweiz löst Empörung aus – "macht uns betroffen"
Autor: Anton Knorr, Ralf Welz
Fränkische Schweiz, Sonntag, 25. Oktober 2026
Der Naturpark Fränkische Schweiz hat sich mit einem eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit gewandt. Anlass ist die jüngste Entdeckung in einer Höhle.
In der Fränkischen Schweiz herrschen strikte Verbote, um die Natur zu schützen. Allerdings werden diese immer wieder missachtet. "Naturschutz beginnt mit Respekt – bitte schützt unsere Höhlen und Wälder", schreibt der Naturpark-Verein Fränkische Schweiz – Frankenjura in einem aktuellen Online-Post. In den Höhlen und Wäldern herrsche ein striktes Feuerverbot, auch in einem Abstand von bis zu 100 Metern zum Wald. Vor allem Höhlen werden trotzdem schnell zu beliebten Feuerstellen, wie Melanie Chisté, Rangerin im Naturpark, gegenüber inFranken.de erklärt.
In seinem Social-Media-Beitrag bezieht sich der Naturpark-Verein auf ein jüngstes Beispiel aus der Oberpfalz. In einer Höhle wurde ein frisch angebrachtes Verbotsschild nach nur zwei Tagen entfernt und an derselben Stelle erneut ein Feuer gemacht. "Zu ähnlichen Vorfällen kommt es auch immer wieder in Franken", erklärt die Rangerin weiter. In dem Facebook-Post appelliert der Verein nun an Besucher und weist auf ein weiteres wichtiges Verbot hin. Dass die Region schützenswert ist, zeigt unter anderem das "Paradies auf Erden", ein landschaftliches Highlight in der Fränkischen Schweiz.
Naturpark Fränkische Schweiz: Rangerin weist auf wichtige Verhaltensregeln hin
Die Fränkische Schweiz zählt 2026 laut einem Ranking zu den beliebtesten Reisezielen Deutschlands. Von Wanderungen durch spektakuläre Felslandschaften über Einkehr in traditionelle Brauereien bis hin zu Entdeckungstouren auf mittelalterlichen Burgen und durch verwunschene Höhlen: Die Fränkische Schweiz vereint Naturerlebnis, Kulturschätze und Abwechslung auf einzigartige Weise.
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Der Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura liegt größtenteils in Franken. Im Südosten reicht er jedoch mit Teilen der Landkreise Neustadt an der Waldnaab und Amberg-Sulzbach in die Oberpfalz. Charakteristisch sind die vielen Felsen- und Höhlengebiete des nördlichen Frankenjura sowie der große Veldensteiner Forst und eine kleinteilige Kulturlandschaft. Im oberpfälzischen Teil liegen die Naturschutzgebiete Schergenbuck mit Schloss Neidstein und die Grubenfelder Leonie, wie der Internetseite der Regierung der Oberpfalz zu entnehmen ist.
In dem Beitrag des Naturpark-Vereins zu dem Feuerverbot heißt es derweil weiter: "Feuer gefährdet nicht nur den Wald und seine Bewohner, sondern kann auch wertvolle Lebensräume zerstören" Damit weist der Verein auf eine Regel hin, die im Herbst und Winter ebenfalls für die Höhlen der Fränkischen Schweiz gilt. Vom 1. Oktober bis zum 31. März dürfen diese demnach nicht betreten werden. Grund dafür sind die zahlreichen Tierarten, vor allem Fledermäuse, die darin überwintern. Der Zeitraum umfasse die gesetzliche Fledermausschutzzeit, so Chisté.
"Bitte helft mit": Naturpark Fränkische Schweiz mit eindringlichem Appell
"Vielleicht registriert man die Tiere gar nicht, wenn man eine Höhle betritt, aber sie sind da. Kleinste Geräusche von Menschen reichen schon, dass sie ihren Aufwachprozess starten", erklärt die Rangerin. Das führt dazu, dass die Winterruhe der Fledermäuse unterbrochen wird, wodurch ein Energieloch entsteht: "Die Tiere werden so extrem geschwächt und könnten sogar sterben". Deshalb appelliert die Rangerin, auch Höhlen nicht zu betreten, an denen kein Verbotsschild hängt.
"Bitte helft mit", heißt es auch vonseiten des Naturpark-Vereins, denn die Regeln bewirken nur etwas, wenn sich alle daran halten. Kürzlich hat die Tourismuszentrale der Fränkischen Schweiz auf eine Sehenswürdigkeit aufmerksam gemacht. Eine Felsformation im Kreis Forchheim sehe einem berühmten Wahrzeichen demnach sehr ähnlich. In einem großen Überblick haben wir außerdem die elf schönsten Herbst-Wanderrouten der Region im Überblick.