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Rewe übernimmt 10 fränkische Tegut-Supermärkte – die Filialen im Überblick


Autor: Ralf Welz

Franken, Donnerstag, 15. Oktober 2026

In Franken wechseln zehn Supermärkte den Besitzer. Die bisherigen Tegut-Filialen werden künftig von Rewe betrieben. Das Bundeskartellamt hat für die Übernahme grünes Licht gegeben.
Kühlregale in einer Rewe-Filiale (Symbolbild).


Der Schweizer Mutterkonzern Migros trennt sich von der deutschen Supermarktkette Tegut, die wirtschaftlich zuletzt nicht mehr Fuß fassen konnte. Die Filialen sollen möglichst erhalten bleiben, künftig jedoch unter dem Dach anderer Lebensmittelhändler weitergeführt werden. In Franken hatten bislang elf ehemalige Tegut-Märkte neue Eigentümer gefunden – sie werden zu Tante-Enso-Läden. 

Nach dem angekündigten Rückzug von Tegut aus dem deutschen Markt fiel Ende September eine wichtige Vorentscheidung um die bestehenden Standorte: Edeka wird den Großteil der Märkte übernehmen, allerdings in geringerer Zahl als ursprünglich geplant. Das Kartellamt äußerte Bedenken und untersagte die Übernahme von fünf fränkischen Tegut-Märkten durch Edeka. Nun hat das Bundeskartellamt die Übernahme von 38 Tegut-Märkten durch Rewe unter Auflagen freigegeben, zehn davon liegen in Franken.

Rewe übernimmt zehn fränkische Tegut-Supermärkte – Kartellamt gibt grünes Licht

Wie das Bundeskartellamt in einer veröffentlichten Pressemitteilung bekanntgab, dürfen die folgenden zehn fränkischen Tegut-Standorte künftig als Rewe-Filialen fortgeführt werden – mit Ausnahme des Ladens im oberfränkischen Coburg liegen die betroffenen Märkte allesamt in Unterfranken: 

  • Bad Brückenau (Gänsrain 1), Landkreis Bad Kissingen
  • Bad Kissingen-Garitz (Riedgraben 4–6), Landkreis Bad Kissingen
  • Coburg (Karchestraße 12)
  • Eibelstadt (Würzburger Straße 45), Landkreis Würzburg
  • Karlstadt (Bodelschwinghstraße 1), Landkreis Main-Spessart
  • Laufach (Hauptstraße 34), Landkreis Aschaffenburg
  • Margetshöchheim (Erlabrunner Straße 36), Landkreis Würzburg
  • Schwarzach am Main (Zur Abtei 1), Landkreis Kitzingen
  • Schweinfurt (Gretel-Baumbach-Straße 8)
  • Würzburg (Schleifweg 9)

Die Coburger Tegut-Filiale in der Neustadter Straße steht indessen nicht auf der vom Bundeskartellamt veröffentlichten Liste. Wie geht es für diesen Standort jetzt weiter? (Plus-Angebot). 

Diese beiden Tegut-Filialen in Deutschland darf Rewe vorerst nicht übernehmen

Rewe hatte ursprünglich 40 Tegut-Märkte zur Übernahme angemeldet. Das Bundeskartellamt hat davon jedoch nur 38 freigegeben. Laut Behörde hat sich Rewe verpflichtet, zwei hessische Standorte, Marburg-Ketzerbach und Schlüchtern, für vier Jahre nicht zu erwerben. "Damit verhindern wir, dass sich die Wettbewerbsbedingungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher in den betroffenen Regionen erheblich verschlechtern", wird Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, zitiert. "Der weit überwiegende Teil des Vorhabens kann zugleich freigegeben werden."

Wie aus der aktuellen Mitteilung hervorgeht, prüft das Bundeskartellamt das Vorhaben seit April 2026. Ende August übermittelte es den Beteiligten seine vorläufige wettbewerbliche Bewertung. Auf den Beschaffungsmärkten erkennt die Behörde keine erhebliche Behinderung: Der Zuwachs von Rewes Anteil am bundesweiten Beschaffungsvolumen beträgt weniger als 0,2 Prozentpunkte. Die Entscheidung des Bundeskartellamts ist noch nicht rechtskräftig. Gegen den Beschluss kann Beschwerde eingelegt werden, über die das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheiden würde.

Die Schweizer Genossenschaft Migros Zürich, der bisherige Eigentümer von Tegut, hatte im März 2026 den Rückzug aus dem deutschen Markt angekündigt. Die Gruppe betrieb zuletzt rund 300 Lebensmittelmärkte.

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