Nach der Insolvenz schließt eine Baumarktkette alle Filialen. Auch die Tochtergesellschaft ist betroffen. In elf fränkischen Märkten läuft derzeit ein Räumungsverkauf mit Rabatten.
Bei Hellweg und seiner Tochter BayWa Bau & Garten läuft der große Ausverkauf. Laut Unternehmensangaben werden alle zehn fränkischen BayWa-Bau-&-Garten-Märkte bis Ende November 2026 geschlossen. Gleiches gilt für die bayernweit einzige Hellweg-Filiale in Unterfranken. Für Schnäppchenjäger gibt es derzeit reichlich Rabatte, für die Beschäftigten und die Kundschaft in der Region ist es gleichwohl ein tiefer Einschnitt.
inFranken.de berichtete bereits im Juni über die Insolvenz des Mutterkonzerns Hellweg. Seit August steht fest, dass es für einige der insgesamt 46 BayWa-Bau-& Garten-Standorte in Bayern und Baden-Württemberg "konkrete Fortführungslösungen" durch Investoren gibt. Jedoch gilt dies für keinen einzigen der zehn fränkischen Baumärkte.
BayWa und Hellweg: Baumärkte locken mit großen Rabatten – "unglaubliche Angebote"
"Wir schließen" und "Alles muss raus" prangen in großen Lettern auf den Internetseiten von Hellweg und BayWa Bau & Garten. Auch auf den Facebook-Seiten beider Unternehmen informieren sie die Kundschaft seit dem 8. September entsprechend.
Am Donnerstag (15. Oktober 2026) haben BayWa Bau & Garten und Hellweg nun in den sozialen Medien nachgelegt: Die Kundschaft wird aufgefordert, die "neuen Rabatte im Markt" zu nutzen. Beworben werden Ersparnisse von bis zu 70 Prozent. "Alles reduziert! Beeilt euch und lasst euch diese unglaublichen Angebote nicht entgehen", heißt es in der aktuellsten Werbebotschaft.
Medienberichten zufolge hatte der Räumungsverkauf bereits am 7. September begonnen. Das gesamte Sortiment ist reduziert, ausgenommen sind Pfand, Tabakwaren, Bestellkäufe, Geschenkgutscheine, Serviceleistungen sowie Fracht- und Versandkosten. Die Artikel seien erhältlich, solange der Vorrat reiche, heißt es vonseiten der beiden Unternehmen.
BayWa Bau & Garten schließt alle 10 fränkischen Filialen – auch Hellweg-Markt in Bad Kissingen vor Aus
Seit August steht fest, dass es für einige der insgesamt 46 BayWa-Bau-&-Garten-Standorte in Bayern und Baden-Württemberg "konkrete Fortführungslösungen" durch Investoren gibt. Für keinen der zehn fränkischen Märkte gilt dies. Sie gehören zu den Standorten, die schließen:
Bad Windsheim (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim)
Bindlach (Landkreis Bayreuth)
Diespeck (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim)
Auf Insolvenz folgt das Aus: Unternehmen machen sämtliche Baumärkte dicht
Hintergrund der Baumarktschließungen ist die wirtschaftliche Krise der Betreibergruppe. Hellweg und BayWa Bau & Garten hatten Mitte Juni 2026 ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Als Gründe nannten die Unternehmen unter anderem Kaufzurückhaltung, gestiegene Mieten, Lieferkettenprobleme und inflationsbedingte Kostensteigerungen.
Die BayWa-Bau- und Gartenmärkte treten weiterhin unter dem Logo des Agrar- und Baustoffkonzerns BayWa auf, werden aber seit 2012 von Hellweg betrieben. Damals brachte BayWa sein Baumarktgeschäft für Privatkunden in ein Joint Venture ein. Heute hält der Konzern nur noch rund 15 Prozent an der Betreibergesellschaft.
Wie wir künstliche Intelligenz einsetzen
Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.