Bamberger Gärtner, Hutzeln und Michaeliskirchweih - Welche Traditionen zählen zum Immateriellen Kulturerbe?
Autor: Redaktion
Franken, Freitag, 29. Juni 2018
Die besten Traditionen sind die, die nicht langweilig und verstaubt sind, sondern mit viel Engagement von Jung und Alt gelebt werden. In Franken gibt es viele solcher Bräuche, die zum alltäglichen Leben dazugehören.
Was haben der Gartenbau in der Bamberger Innenstadt, die Dörrobstherstellung im Steigerwald und die Fürther Michaeliskirchweih gemeinsam? Sie prägen das gesellschaftliche Zusammenleben, leisten einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und vermitteln Kontinuität und Identität. Deshalb werden sie von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe gelistet. In Franken gibt es eine ganze Reihe an Traditionen, die in dem Verzeichnis aufgenommen wurden.
Tanz, Theater, Musik, Bräuche, Feste oder Handwerkskünste können auf die Liste aufgenommen werden. Die Traditionen müssen lebendig sein und von menschlichem Wissen und Können getragen werden. Weltweit gibt es über 450 Einträge auf der Liste, 70 sind es im deutschen Verzeichnis.
Wie die Hutzel zum Immateriellen Kulturerbe wurde
Die Hutzel - auf Hochdeutsch die Dörrbirne - hat in Fatschenbrunn eine lange Tradition. Dort gibt es nämlich besonders viele, teils extrem seltene Birnensorten. Fast in jedem Haushalt in Fatschenbrunn wurde früher eine Obst-Darre betrieben. Deshalb sammelte das Büro für Heimatkunde vor Ort Argumentationshilfen für eine Bewerbung zum Immateriellen Kulturerbe. Um auch die Lebendigkeit der Tradition zu zu belegen, wurden bei einem "Erzählcafé" Anekdoten rund um die "Hutzel" gesammelt.Mit Erfolg.