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Schönste Dörfer im Frankenwald: Das sind die Top 8 unserer Leser


Autor: Ralf Welz, Milena Graf

Franken, Sonntag, 01. November 2026

Zwischen Flusstälern, an Berghängen oder auf der Hochebene: Im Frankenwald warten viele schöne Ortschaften darauf, entdeckt zu werden. Das sind für unsere Leser die acht schönsten Dörfer der Region.
Der Blick außerhalb auf Lauenstein offenbart die Idylle und das schöne Ortsbild.


Im Herzen der Natur: Zwischen bewaldeten Höhen und Tälern verstecken sich im Frankenwald viele wunderschöne Örtchen mit historischen Ortsbildern, bei denen sich das Verweilen lohnt. Man findet dort Rundangerdörfer, die sich um einen zentralen Platz oder eine Grasfläche gruppieren. Aber auch an steilen Hängen oder in Flusstälern warten die Ortschaften des Frankenwalds darauf, entdeckt zu werden.

Wir wollten von unseren Lesern wissen, welche Orte in der Region besonders geschätzt werden. Die genannten Favoriten reichen von kleinen Ortsteilen bis zu Märkten und Städten. Hier sind also die in den Augen unserer Community acht schönsten Dörfer im Frankenwald. Lieber etwas größer? Das sind für unsere Leser die schönsten Städte in Franken.

Platz 8: Lauenstein

Platz 8 belegt Lauenstein, ein Gemeindeteil der Stadt Ludwigsstadt im Landkreis Kronach nahe der fränkisch-thüringischen Grenze. Das Dorf gehört zu den ältesten Ortsgründungen im Gebiet der heutigen Stadt und wurde erst 1978 in die Gemeinde eingegliedert. Über dem unteren Dorf entstand vermutlich in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts die Burg Lauenstein, die dort noch heute thront und stark zum Ortsbild beiträgt. Teile des Baus lassen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das 12. Jahrhundert datieren.

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Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einem bedeutenden Zentrum der Schiefertafelherstellung im Frankenwald. Später gewannen der Fremdenverkehr und die Thüringer Warte als Aussichtspunkt neben der Burg an Bedeutung.

Platz 7: Bernstein am Wald

Den 7. Platz in der Gunst unserer Leserschaft schnappt sich Bernstein am Wald, ein Ortsteil der Stadt Schwarzenbach am Wald im Landkreis Hof. Das Pfarrdorf, das auf einer Hochebene des Frankenwalds liegt, hat neben dem klanglich besonders angenehmen Namen allerdings noch wesentlich mehr zu bieten. So prägt die evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Michael mit ihrer Ausstattung aus dem 17. Jahrhundert das Ortsbild wesentlich.

Außerhalb des Ortsteils ist das Geotop Diabasbruch am Galgenberg zu bestaunen, vom Aussichtspunkt Romansfelsen reicht der Blick in das Tal der Wilden Rodach. Eine 900-jährige Eiche, die ins 12. Jahrhundert datiert wird und einer der ältesten Bäume im Frankenwald ist, steht direkt an einem Wanderweg. 

Platz 6: Wallenfels

Der sechste Platz geht an Wallenfels im Landkreis Kronach. Wallenfels gilt zwar offiziell als Stadt, angesichts der überschaubaren Einwohnerzahl von rund 2400 Menschen und naturnahen Lage versprüht der staatlich anerkannte Erholungsort aber durchaus den Charme eines Dorfes. Wallenfels liegt im Tal der Wilden Rodach, während mehrere Ortsteile auf den umliegenden Höhen liegen. Die Flößerei prägte lange das Leben in Wallenfels und wird heute mit Floßfahrten auf der Wilden Rodach fortgeführt. Zu festlichen Anlässen tritt außerdem eine Ehrenkompanie in altbayerischen Uniformen auf.

Platz 5: Mitwitz

Auf Platz 5 folgt Mitwitz, ein Markt ebenfalls im Landkreis Kronach gelegen und Teil des Naturparks Frankenwald. Der Ort wird wesentlich vom Wasserschloss geprägt, das für Veranstaltungen und als Ziel für Ausflüge genutzt wird. Im Ortskern stehen außerdem zahlreiche denkmalgeschützte Gebäude, darunter das Rathaus, das Pfarrhaus und die Jakobskirche. Direkt durch den Ort fließen malerisch die Steinach und die Föritz.

Die Marktgemeinde liegt im Steinachtal und wird vom Landkreis als westliches Portal zum Frankenwald beschrieben. Ein besonderer Tipp beim Sightseeing ist der "Steinerne Löwe", eine Sandsteinskulptur, die es in einer natürlichen Grotte etwa 200 Meter außerhalb des Ortes zu sehen gibt und die 1907 händisch dort mit Seilen hochgezogen wurde.

Platz 4: Nordhalben

Auf Rang 4 - nur haarscharf am Treppchen vorbei - lockt Nordhalben im schönen Frankenwald, einen Markt im Landkreis Kronach im Oberen Rodachtal. Der Ort ist für seine Klöppeltradition bekannt. Im "Haus des Gastes" gibt es eine Klöppelschule und auch ein Klöppelmuseum für interessierte Besucher. Auf einem Teilstück der früheren Rodachtalbahn, die 1900 eingeweiht wurde, verkehrt eine Museumsbahn zwischen Nordhalben und Steinwiesen.

Sehenswert ist auch die Ködeltalsperre. In der Umgebung locken zudem zahlreiche Wanderwege. Unter anderem der Rennsteig führt bei Nordhalben vorbei, ein rund 170 Kilometer langer Höhenweg und der älteste Weitwanderweg Deutschlands. 

Platz 3: Steinbach an der Haide

Steinbach an der Haide belegt Platz 3 und ist ein Ortsteil der Stadt Ludwigsstadt im Landkreis Kronach. Eingebettet in eine Senke in den Höhen des Frankenwalds, hat das Dorf seine historische Form als Rundangerdorf bewahrt; im Mittelpunkt liegt der gemeinschaftlich genutzte Pflanzgarten. Die Anlage auf dem Anger ist seit 1533 belegt und diente ursprünglich dem Anbau von Krautpflanzen.

Im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" wurde Steinbach 1967 und 1975 Bundessieger, 2010 erhielt der Ort eine Silbermedaille auf Bundesebene. Steinbach wird auch als "Goldenes Dorf" bezeichnet. 

Platz 2: Neuengrün

Auf dem zweiten Rang folgt Neuengrün, ein Gemeindeteil der Stadt Wallenfels im Landkreis Kronach. Das Kirchdorf gilt als gut erhaltenes Rundangerdorf, dessen Höfe zentral um den Anger gruppiert sind. Dort steht die katholische Kuratiekirche Mariä Himmelfahrt, ein Baudenkmal aus dem 18. Jahrhundert. Tatsächlich ist der gesamte Ortskern von Neuengrün als solcher denkmalgeschützt. Die sternförmig nach außen verlaufenden Flure und die für die Region typische Verschieferung prägen weiterhin das Ortsbild.

Erst 1970 entstand das Wappen des Örtchens: goldene, gekreuzte Ähren auf Grün, die durch eine silberne Lilienkrone führen, darüber ein Bergmannshammer. Die Gestaltung soll auf die verschiedenen prägenden Aspekte Neuengrüns hinweisen: die Landwirtschaft, die Wallfahrtskirche und den ehemaligen Erzabbau.

Platz 1: Wilhelmsthal

Das ist für unsere Leser das schönste Dorf im Frankenwald: der Gemeindeteil Wilhelmsthal im Landkreis Kronach, den namensgebenden Kernort der gleichnamigen Gemeinde. Der Landkreis beschreibt den Ort als malerisch, umgeben von bewaldeten Tälern; der Gemeindeteil schlängelt sich den Hang des Eichsbergs hinauf. Die idyllische Lage und Gestaltung hinterlässt offenbar Eindruck: Auch innerhalb ganz Frankens gilt die gesamte Gemeinde Wilhelmstal für unsere Leser als eines der schönsten Dörfer.

Wanderwege und ein Radweg von der Kreisstadt Kronach führen durch die Gemeinde und ihre Umgebung. Ein fester Termin im Jahreslauf ist das Wilhelmsthaler Heimatfest rund um den ersten Sonntag im August. 

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