Weilersbach - Deutliche Worte fand Zweiter Bürgermeister Marco Friepes (CSU) bei seinem Resümee über den diesjährigen Adventsmarkt in der Gemeinde Weilersbach. Im Rahmen der Jahresabschluss-Sitzung zeigte er sich enttäuscht über verschiedene Aspekte.

Wieviel Euro letztendlich vom diesjährigen Weilersbacher Adventsmarkt übriggeblieben sind, konnte Zweiter Bürgermeister und Mitorganisator Marco Friepes noch nicht genau sagen, denn es würden noch nicht alle Ausgaben-Rechnungen vorliegen, so der Kommunalpolitiker. Fest stehe, dass der Reinerlös aus dem Adventsmarkt der Kirche für die Kirchenrenovierung zugutekommen solle. Der Adventsmarkt sei eine gute Marketing-Geschichte für Weilersbach, die auch jede Menge auswärtige Besucher anlocke. Umso weniger verstehe er, dass "hinter den Kulissen", der diesjährige Adventsmarkt - was die Organisation betreffe - für viel Unmut bei einigen Personen gesorgt habe. Die Organisation dieses Marktes erfolge rein ehrenamtlich, machte der Organisator deutlich. In anderen Gemeinden, wie zum Beispiel in Eggolsheim übernehme eine solche Organisation die Gemeindeverwaltung.

Er könne und wolle nicht verstehen, warum gerade Entscheidungsträger - die Entscheidung über die Organisation des Adventsmarktes war per Gemeinderatsbeschluss am 12. Mai 2017 einstimmig beschlossen worden - sich nicht engagieren. Dies sei kein Beschluss nur des Sport- und Kulturausschusses gewesen, sondern vielmehr habe der komplette Gemeinderat das Konzept abgenickt, so Friepes. Umso mehr ärgere es ihm, warum jetzt im Nachgang Entscheidungsträger nicht mehr hinter ihrer Abstimmung und zu dem Projekt stehen würden, so Friepes. "Es wurde alles im Vorfeld beschlossen", machte Friepes klar. Gemeinderat Norbert Sebald (BRW) wollte von Friepes wissen, wer denn gegen das Projekt sei.
"Die Leute im Gemeinderat und in der Verwaltung müssen dahinter stehen", betonte Friepes und zeigte sich über die mangelnde Unterstützung enttäuscht. Bürgermeister Gerhard Amon (CSU) machte aber auch deutlich, dass es gewisse kommunale Spielregeln gebe, die man beachten müsse, machte Amon in Richtung Friepes deutlich. Welcher Erlös der Kirchensanierung nun genau zugutekommt, will man in der Januar-Sitzung des Gemeinderates bekanntgeben.