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Pautzfeld: Fahner kein Trainer mehr


Autor: Redaktion

Hallerndorf, Mittwoch, 24. Februar 2016

Ein Interview war der Auslöser für die Trennung: Zu hoch formulierte Ziele kosteten Steffen Fahner den Spielertrainer-Job bei der DJK Pautzfeld.
Entlassen nach einem halben Jahr: Steffen Fahner (l.) ist kein Trainer der DJK Pautzfeld mehr. Foto: anpfiff.info


"Wir haben ihn entlassen", bestätigt Pautzfelds Abteilungsleiter Friedrich Haas zu Beginn des Gesprächs mit unserem Partnerportal anpfiff.info. Steffen Fahner kam erst vor Saisonbeginn als Trainer zur DJK, es war seine erste Station als Coach. Ende Januar gab er in einem Gespräch noch zu Protokoll, dass er beim A-Klassisten sehr zufrieden sei. "Es waren mehrere Faktoren", fährt Haas fort. "Einmal sind wir mit der Zielsetzung, die er im Interview ausgegeben hat, nicht glücklich. Das hätte er besser mit uns absprechen müssen. Außerdem reifte in der Mannschaft immer mehr die Meinung, dass sie mit Steffen nicht weitermachen will. Da sind einige Sachen vorgefallen, die in der Öffentlichkeit aber nichts verloren haben."


Keine Absprache

Die Entscheidung kommt plötzlich und fällt eineinhalb Wochen vor Rundenbeginn zu einem etwas kuriosem Zeitpunkt. 1#googleAds#100x100 "Wir haben im Hinblick auf die neue Saison schon reagieren müssen", erklärt der Abteilungsleiter. "Wir haben lieber eine Mannschaft und keinen Trainer als umgekehrt. Die Kluft zwischen Team und Coach war zu groß." Der von Fahner anvisierte Tabellenplatz 3 ist nach Ansicht der Vereinsverantwortlichen derzeit noch nicht realistisch. "Der fünfte Rang, auf dem wir aktuell stehen, ist ein angemessenes Ziel. Wir hatten eigentlich immer einen engen Kontakt und wenn man solche Ziele ausgibt, dann muss man das auch absprechen", betont Haas.
Steffen Fahner sieht das Ende seiner Amtszeit ein wenig anders, gießt aber kein Öl ins Feuer: "Wir haben uns getrennt, weil ich mir spielerisch etwas anderes vorgestellt habe, aber nicht mehr an die Mannschaft herangekommen bin. Vielleicht hat meine berufliche Veränderung auch mit reingespielt. Wir haben uns auf jeden Fall in beidseitigem Einvernehmen getrennt und ich wünsche der DJK viel Glück für die Rückrunde."


Rost übernimmt als Trainer

Trotz des abrupten Endes lief die Trennung friedlich ab. "Wir sind nicht im Bösen auseinandergegangen, wir sind immer noch in engem Kontakt", bestätigt Haas. Einen Nachfolger auf der Trainerposition wurde auch bereits gefunden: Tobias Rost, der bisherige Co-Trainer, wird die Mannschaft zunächst bis Saisonende coachen. "Er hat bereits einige Einheiten geleitet, als der Steffen mal nicht konnte. Der Wunsch der Mannschaft war, dass wir mit Tobias weitermachen", berichtet Haas.
Vorerst ist der neue Mann also ein halbes Jahr verantwortlich für die Truppe, doch das Engagement könnte auch länger andauern. "Wir planen jetzt die neue Saison und werden Gespräche mit den Spielern führen. Dann werden wir uns Gedanken über den Trainer machen. Es ist aber durchaus möglich, dass es für Tobias bei uns weitergeht", verrät Haas. Der neue Übungsleiter, der bei der DJK seine erste Station als hauptverantwortlicher Trainer antritt, freut sich auf die Aufgabe: "Die Jungs haben mir diese Entscheidung leicht gemacht. Wir wollen den aktuellen Platz halten, und wenn wir die leichtsinnigen Niederlagen gegen die vorderen Mannschaften ausmerzen könnten, wäre die Saison nach dem riesigen Umbruch ein voller Erfolg. Ich möchte den Spaß auf dem Feld wieder in den Vordergrund rücken, das hat in der Vorrunde teilweise gelitten."