Häfner übernimmt FC Burk interimsweise
Autor: Redaktion
Burk, Donnerstag, 15. März 2018
Der bisherige Co-Trainer und Reserve-Coach Thorsten Benning springen nach dem Rücktritt von Christian Martin ein. An Wunder glaubt man beim FC Burk nicht.
Dass der Abstieg aus der Fußball-Kreisliga 1 ER/PEG kaum noch zu verhindern ist, war längst klar; dennoch zog Trainer Christian Martin am Sonntag vorzeitig die Reißleine und beendete sein ohnehin nur noch bis Sommer geplantes Engagement beim 1. FC Burk vorzeitig. Zum einen, weil er zu ehrgeizig sei, um die Saison mit Pleiten wie dem 0:7 zum Rückrundenauftakt gegen Kersbach ausklingen zu lassen, wie er nach dem Derby dem Fränkischen Tag sagte. Zum anderen hoffe er, vielleicht doch noch einen Impuls freizusetzen, damit sich die verbliebenen Spieler nicht aufgeben, sondern für die Restchance auf den Klassenerhalt kämpfen.
"Es ist frustrierend, wenn man alles versucht, um Erfolg zu haben, aber Störfeuer die Arbeit des Trainers immer wieder erschweren", sagte Abteilungsleiter Frank Gareus unserem Partnerportal anpfiff.info. "Wir machen den Spielern, die noch da sind, keine Vorwürfe, sie geben ihr Bestes. Vermutlich reicht einfach die Qualität nicht", analysierte der 46-jährige Funktionär.
Beim Ligaschlusslicht haben in den ausstehenden 14 Begegnungen der bisherige Co-Trainer Sebastian Häfner und Zweite-Mannschafts-Coach Thorsten Benning das Kommando. Der für die kommende Spielzeit - wahrscheinlich für die Kreisklasse - verpflichtete René Schweiger kämpft gerade mit der U19 des TV 48 Erlangen um den Aufstieg in die Landesliga und steht nicht vorzeitig zur Verfügung. "Ich habe Sebastian und Thorsten von Herzen alles Gute gewünscht", sagte Martin, der erst einmal Abstand vom Fußball gewinnen möchte und daher noch keine Aussage treffen kann, ob er in der kommenden Runde wieder als Trainer tätig sein wird.
Der Rückstand des FC Burk aufs rettende Ufer ist derweil auf zwölf Zähler gewachsen. "Die Hoffnung stirbt immer zuletzt, allerdings sind wir realistisch genug zu wissen, was die Stunde geschlagen hat", berichtete Gareus, dem klar ist: "Wir brauchen ein Wunder." Dieses dürfe man laut Häfner nicht erwarten: "Wir werden am Sonntag taktisch ein bisschen was ändern, aber ich habe denselben kleinen Kader zur Verfügung und kann personell daher keine großen Sprünge machen."
Mit Martin habe sich auch Nico D'Antona abgemeldet, so dass Häfner sogar ein weiterer Mann fehlt. "Mit jedem Abgang wird es natürlich schwieriger. Aber ich freue mich trotzdem auf die Herausforderung", sagte der Kirchehrenbacher. Ein bisschen Aufmunterung erfahre er von seinem kleinen Sohn: "Er hat ausgerechnet, dass wir noch Meister werden können", sagt Häfner schmunzelnd. "Ich wäre aber schon zufrieden, wenn wir den ein oder anderen Gegner ein bisschen ärgern können."
Am Sonntag gegen "bestes Team"
Immerhin spielt Burk noch gegen alle direkten Konkurrenten. Zunächst lautet die schwierige Aufgabe aber ATSV Erlangen II (Platz 6). "Für mich war das in der Hinrunde die beste Mannschaft, gegen die wir gespielt haben", erinnerte sich Martin. Ob sich sein Rücktritt positiv auf das Team auswirken wird? "Schwer zu sagen. Der Trainer ging ja nicht, weil es Probleme um seine Position gab", erklärte Gareus. Unabhängig davon habe die Seetal-Elf etwas gutzumachen. "Die Reaktion der Mannschaft muss einfach sein, dass sie ihr Bestmögliches abruft. Was dann dabei rauskommt, wird sich zeigen", berichtete Gareus. Für Häfner, der die Mannschaft hauptverantwortlich betreut und von Reserve-Coach Benning unterstützt wird, stehe im Vordergrund, den Akteuren den Spaß am Fußball zurückzubringen. "Die Spieler sollen trotz der schwierigen Situation wieder gern zum Training kommen", sagte der 32-Jährige. mis/rup