Druckartikel: Ostereier mit Porzellanbildern und Spur-H0-Figuren

Ostereier mit Porzellanbildern und Spur-H0-Figuren


Autor: Andreas Hofbauer

Ebermannstadt, Montag, 19. März 2018

Ganz besondere ovale Kunstwerke präsentierten Künstlerinnen auf dem Ostereiermarkt in Ebermannstadt
Auf dem Ostereiermarkt Foto: Andreas Hofbauer


Auf dem Ostereiermarkt in Ebermannstadt im Pfarrheim gab es viele verschiedene Werke und auch ihre Künstler zu sehen. "Ich mache das, weil es mir Freude bereitet", sagt die Künstlerin Christel Nunn aus Dutzenthal (Kreis Neustadt/A.) über ihre Leidenschaft für die besonderen Ostereier, die sie anfertigt. Ihre Lieblingswerke: Ostereier mit einem Öl-Glasporträt.

"Dabei schneide ich die Eier mit einer kleinen elektrischen Handsäge auseinander und setze das maßgeschneiderte Ölgemälde ein. Das habe ich vorher auf die Rückseite des Glases gemalt", erklärt die Künstlerin, die selbst Kunstkurse an der Volkshochschule in Nürnberg gegeben hat. "Diese Technik des Bemalens stammt schon aus der Antike", berichtet sie.

"Hühnereier sind natürlich deutlich schwieriger zu bemalen als Straußeneier. Schon durch die Beschaffenheit der Schale", erläutert sie. Sie ist schon seit Beginn des Ostereiermarkes in Ebermannstadt dabei.


Mit Porzellanbildern

Solange nimmt Christina Haagen aus Coburg noch nicht teil. Sie gestaltet Eier mit Porzellanbildern, die in einem Ofen in mehreren Verfahren in die Schale eingebrannt werden. Dazwischen muss das Ei immer wieder neu lackiert werden, um die Beschaffenheit und das Bild zu erhalten. "Dabei muss man darauf achten, dass die Bilder auch entsprechend dreidimensional abgebildet werden. Die Rundung macht diese Kunst so interessant", meint Haagen, die dabei von Ihrem Mann unterstützt wird.


"3D-Eier"

Besonders stolz ist sie aber auf ihre "3D-Eier"; gemeint sind damit Motive im Ei. "Dafür benutze ich Spur-H0-Figuren, die ich dann in die Eier einarbeite. Beispielsweise ein Feuerwehr-Ei, in dem man eine Löschaktion beobachten kann."

Ein paar Stände weiter gab es abseits der Eier auch Tonarbeiten zu bestaunen. Für diese verantwortlich zeigt sich Anke Heinrich aus Forchheim. Sie habe schon immer gerne Tonerzeugnisse gebaut. "Und als gelernte Augenoptikerin habe ich auch das nötige ruhige Händchen", schmunzelt sie.

Selbst gehäkelte religiöse Bilder waren ebenso vertreten wie Schmuck. Auf dem Markt gab es auch Eier aus Glas, Eier mit Wolle umwickelt oder Eier mit Häkel- und Klöppelarbeiten verziert am Osterstrauß zu bestaunen und natürlich auch zu kaufen.