Altenpflegeschüler aus Forchheim erzählen von ihrem Arbeitsalltag
Autor: Theresa Schiffl
Eggolsheim, Montag, 24. Sept. 2018
Die zwei Pflegeschüler Anna Wojnowska und Thomas Czubler erzählen, warum sie sich für die Ausbildung entschieden haben.
"Unser Beruf wird niemals langweilig", sagt Thomas Czubler. Anna Wojnowska nickt zustimmend. Die beiden sind Schüler an der Berufsfachschule für Altenpflege Eggolsheim der Dr. Wiesent Schulen im Kreis Forchheim.
Sie haben sich für den Beruf entschieden, obwohl es viele Probleme in diesem Bereich gibt. Derzeit sind etwa 2,9 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig. Der Pflegereport der Bertelsmann Stiftung prognostiziert, dass diese Zahl bis 2030 auf 4,4 Millionen ansteigt. Im gleichen Zeitraum nimmt die Zahl der Pflegekräfte ab. Sollte sich der Trend weiter fortsetzen werden bis dahin wohl 500 000 Vollzeitkräfte fehlen.
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"Mein Vater hatte einen Schlaganfall. Seitdem war er auf die Hilfe meiner Mutter und mir angewiesen", erzählt Anna Wojnowska (49). Damals wurde ihr deutlich bewusst, dass es viele kranke und ältere Menschen gibt, die in einer ähnlichen Situation sind.
In Polen, ihrem Herkunftsland, hat sie dann erste Erfahrungen in einem Klinikum gemacht.
Spaß an Kontakt mit Menschen
Seit drei Jahren lebt sie inzwischen in Deutschland und arbeitet im Seniorenheim St. Elisabeth in Pottenstein (Kreis Forchheim). Schließlich hat sie sich für eine Weiterbildung zur examinierten Fachkraft entschieden. "Mir macht am meisten der Kontakt mit den Menschen Spaß. Ich kann helfen und bekomme dafür von den Bewohnern ein Lächeln und viel Dankbarkeit zurück", erzählt sie.
Ihr Mitschüler Thomas sieht das genauso. Er kommt ursprünglich aus Rumänien, wie Anna spricht er mit leichtem Akzent, aber nahezu fehlerfrei deutsch. Er lebt seit 2014 hier und hat schon viele Jobs ausprobiert. Dabei hatte er immer mit Menschen zu tun.