14 Tage lang hat Maler Bernhard Voit an der neuen Fassade der Nürnberger Straße 16 gearbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es sei mit sehr viel Liebe entstanden, sagt Hausbesitzerin Elfriede Kaiser. "Draußen war zwar alles schon vorher vorhanden, aber Regen und Sonne haben die Farben in Mitleidenschaft gezogen", ergänzt sie.


1690 erbaut

"Weil wir ja Franken sind", antwortet Helmut Kaiser auf die Frage, warum die Flagge die Hauswand ziert, "und darauf sind wir stolz. Besonders stolz sind wir aber darauf, dass das Haus unter Denkmalschutz steht."
Das Haus habe seine Frau von ihren Eltern geerbt. Erbaut wurde es 1690, seither wurde es zweimal umgebaut. Im Erdgeschoss befand sich früher das Friseurgeschäft von Elfriede Kaisers Eltern.
"Ich habe das dann übernommen", erzählt sie, "nach meiner Pensionierung haben wir die Räume vermietet." Nun befindet sich dort ein Fußpflegegeschäft.

Die Genehmigung für die Neugestaltung der schmalen Hausfassade bekam Helmut Kaiser nachträglich vom Bauordnungsamt der Stadt. Mitarbeiter Stefan Kindler unterstütze die Kaisers bei der Organisation der kleinen Baustelle und setzte sich mit dem Landesamt für Denkmalpflege in Kontakt. Er sagt, es habe keine Probleme dabei gegeben, dessen Genehmigung für die Neugestaltung der Hausfront einzuholen.

Vor 17 Jahren wurde das Ehepaar Kaiser dauerhaft in Forchheim sesshaft und hat seitdem stetig in und an dem Haus gearbeitet. Die Erneuerung ihrer Hausfront hätten sich die beiden bezuschussen lassen können, doch dafür hätten sie mit den Arbeiten noch warten müssen. "Wir wollten es so schnell wie möglich machen, und haben das auch gerne selbst gezahlt", sagen sie.