BMW-Sportwagen mäht vor Baiersdorf Hecke nieder

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Foto: Stefan Brunner/KFV ERH
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Am Dienstag ist es gegen 17.30 Uhr es auf der Straße zwischen Bubenreuth und Baiersdorf (Kreis Erlangen-Höchstadt) zu einem kuriosen Unfall gekommen.

Eine Frau aus Baiersdorf war mit ihrem Sportwagen in Fahrtrichtung links von der Fahrbahn abgekommen und hatte dabei eine 70 Meter lange Schneise der Verwüstung in das angrenzende Gebüsch geschlagen. Die Fahrt endete jäh, als das Auto gegen einen Baum prallte.

Die Fahrerin blieb dabei unverletzt. Der Sportwagen sowie das Gebüsch trugen jedoch schwere Schäden davon, so dass der Gesamtschaden auf 11 000 Euro geschätzt wird. Mögliche Ursachen für den Unfall sind bislang unklar. Zeugen des Vorfalls werden deshalb gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Erlangen-Land, Telefon 09131/760 514, zu melden.


Feuerwehr "wie im Märchen"

Ähnlich, wie sich in Grimms Märchen der Prinz durch das Dornengestrüpp zu Dornröschens Schloss kämpfte, mussten sich am Dienstagabend die Einsatzkräfte der Feuerwehr Baiersdorf einen Weg durchs stachelige Dickicht freischneiden, um das Sportcoupé zu bergen. Der Kreisfeuerwehrverband Erlangen-Höchstadt schildert detailliert den Einsatz.

Die Fahrerin des BMW-Sportcoupés mit Erlanger Kennzeichen war zwischen Bubenreuth und Baiersdorf in Richtung Norden unterwegs, als sie kurz vor der Stadtgrenze auf der kerzengeraden Strecke in einem spitzen Winkel nach links von der Fahrbahn abkam und rund 50 Meter tief ins dichte Gebüsch zwischen der Staatsstraße und der Autobahn pflügte.

Nachdem das Fahrzeug glücklicherweise mehrere dicke Bäume um Haaresbreite verfehlt hatte, kam es an einer Baumgruppe zum Stehen. Von der Staatsstraße aus war es in der Dunkelheit nicht mehr zu erkennen.

Die Fahrerin konnte sich selbst befreien und verständigte ein Abschleppunternehmen. Die Bergung des Wagens war aufgrund des dichten Bewuchses jedoch nicht so einfach, weshalb um 18.29 Uhr die Feuerwehr Baiersdorf alarmiert wurde, die mit dem Löschgruppenfahrzeug und dem Rüstwagen sowie zwölf Einsatzkräften anrückte.


Zum Unfallauto vorgearbeitet

Auch die Feuerwehrleute hatten zunächst enorme Probleme, sich durch die Hecken und Sträucher zum Unfallfahrzeug vorarbeiten zu können. Während die Staatsstraße halbseitig gesperrt und der dichte abendliche Berufsverkehr wechselseitig an der Unfallstelle vorbeigeleitet wurde, leuchteten sie den Bereich mit zwei Lichtmasten aus und schnitten mit drei Motorsägen eine ausreichend breite Schneise frei. Dabei mussten zahlreiche Bäume so bodennah abgesägt werden, damit die Unterseite des BMW beim Herausziehen mit der Seilwinde des Abschleppwagens nicht noch weiter beschädigt wurde.

Nach rund 60 Minuten war das Coupé dann schließlich geborgen.

Um nochmals auf Dornröschen zurückzukommen, das ja bekanntlich wachgeküsst werden musste: Das blieb der Fahrerin zum Glück erspart, war sie doch zumindest äußerlich unverletzt geblieben und mit dem Schrecken davongekommen. "Insofern kann man auch hier durchaus von einem Happy-End sprechen", heißt es im Bericht der Feuerwehr.


Erinnerungen an Forchheim-Süd

Die älteren anwesenden Feuerwehrleute erinnerte das Szenario jedoch an einen ähnlich gelagerten Unfall in Höhe der Autobahnausfahrt Forchheim-Süd vor etlichen Jahren, der monatelang unbemerkt geblieben war. Die Feuerwehr Baiersdorf musste damals die sterblichen Überreste des Fahrers in Chemieschutzanzügen aus dem Wrack bergen.