Traditionell am Dreikönigstag findet im oberfränkischen Pottenstein das große Bergfeuer zur Ewigen Anbetung statt. Tausende Besucher strömen jedes Jahr in die Fränkische Schweiz, um das Lichterspektakel zu bestaunen. Doch die Veranstalter haben für alle Fans der Prozession schlechte Nachrichten.

Bis zu 20.000 Schaulustige besuchten die Stadt Pottenstein noch vor der Corona-Pandemie. Das Lichterfest hat einen christlichen Hintergrund: Im Jahr 1759 wurde der Beschluss der Ewigen Anbetung gefasst und hat seine Wurzeln im Bamberger Erzbistum. Der damalige Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim verlangte, dass jeden Tag in einer der vielen Kirchengemeinden des Bistums Gebete abgehalten werden – ein ewiges Gebet also.

Lichterprozession in Pottenstein hat lange Tradition

Ursprünglich zog sich die kirchliche Veranstaltung über fünf Tage lang hin. Damals war Pottenstein schon ein beliebtes Ziel bei Wallfahrern. Etliche Jahre später, nämlich 1905, wurden der 5. und 6. Januar als fixe Termine für die Prozession bestimmt.

Doch im vergangenen Jahr musste das Bergfeuer aufgrund der Pandemie abgesagt werden. Und auch am 6. Januar 2022 wird es keine Ewige Anbetung geben: Die Stadt Pottenstein und die katholische Pfarrei Sankt Bartholomäus haben „nach intensiver Abwägung entschieden, aufgrund der aktuellen Situation und des bei einer Durchführung zu erwartenden Besucheraufkommens die traditionelle Prozession mit dem Abbrennen der Bergfeuer für 2022 ersatzlos abzusagen“, heißt es in einer Mitteilung auf der Homepage der Stadt. Eine Einhaltung der Corona-Regeln wäre im Rahmen der Prozession einfach nicht möglich.

Die Abschlussprozession sowie das Abbrennen der Bergfeuer müssen daher auch im kommenden Jahr entfallen. Aber: „Der Jahrhunderte alte Brauch soll 2023 wieder fortgesetzt werden“, zeigt sich die Stadt optimistisch.

Auch interessant: Aufbau war bereits im Gange - Nächste Stadt in Bayern sagt Weihnachtsmarkt ab