Druckartikel: Launert will Bundesmittel für Freibäder in Gräfenberg, Egloffstein, Streitberg und Ebermannstadt

Launert will Bundesmittel für Freibäder in Gräfenberg, Egloffstein, Streitberg und Ebermannstadt


Autor: Redaktion

Ebermannstadt, Mittwoch, 19. Sept. 2018

Die CSU-Bundestagsabgeordnete Silke Launert macht sich stark für die "Bäderachse" Streitberg-Egloffstein-Gräfenberg sowie Ebermannstadt.
Der Eingang zum Freibad "Ebsermare" Foto: Stadtwerke Ebermannstadt


In einem Gespräch mit dem Innenstaatssekretär Marco Wanderwitz hat sich die Bayreuth/Forchheimer Bundestagsabgeordnete Silke Launert mit Unterstützung des Forchheimer Landtagsabgeordneten Michael Hofmann (alle CSU) laut Pressemitteilung für eine Förderung aus Bundesmitteln bei der Sanierung der Freibäder in Gräfenberg, Egloffstein, Streitberg und Ebermannstadt eingesetzt. Bereits zuvor habe sich Launert in Absprache mit den beteiligten Gemeinden in einem Schreiben an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Staatssekretär Wanderwitz für die Bäder stark gemacht. "Eine Schließung wäre für die Einwohner der Gemeinden sowie für die zahlreichen Besucher von außerhalb ein herber Verlust", erklärt Launert. Die Abgeordnete bemühe sich zusammen mit Hofmann seit Monaten um eine finanzielle Unterstützung bei der Sanierung der Bäder. Hofmann setze sich bereits seit längerem auf bayerischer Ebene für die historischen Bäder ein.

Bayerisches Förderprogramm

"Ein bayerisches Förderprogramm für die Sanierung von Schwimmbädern befindet sich derzeit in Abstimmung zwischen der Staatsregierung und den bayerischen kommunalen Spitzenverbänden", berichtet Hofmann. Wünschenswert wäre dabei auch ein Signal der umliegenden Gemeinden und deren Bürger, dass sie den Erhalt der Bäder stützen. "Die ganze Region", meint Hofmann, "sollte zeigen, dass ihr die Bäder wichtig sind, nicht nur die Gemeinden, die sie betreiben. Die Aufrechterhaltung der Bäderinfrastruktur in der Fränkischen Schweiz ist wichtig - auch für den Tourismus."

Deswegen müsse man beide Wege weiterverfolgen, die Launert federführend in Berlin und er in München, so der Stimmkreisabgeordnete Michael Hofmann. Alle vier Bäder gelten als sanierungsbedürftig und weisen Mängel auf. Die Kosten für eine Sanierung werden jeweils auf mehrere Millionen Euro veranschlagt, die Kommunen sind deshalb auf eine staatliche Förderung angewiesen. MdB Launert appelliert deshalb an das Innenministerium, Mittel aus dem entsprechenden Programm mit dem Namen "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" bereitzustellen. Einfach sei dies nicht, da für das Programm, das insgesamt mit 100 Millionen ausgestattet ist, bundesweit bereits viele Anträge eingereicht wurden.

"Die Bäderachse Streitberg-Egloffstein-Gräfenberg hat eine besondere Bedeutung für die Tourismus- und Naherholungsregion Fränkische Schweiz", schreibt Launert an das Ministerium. Gleiches gelte für Ebermannstadt. Alle vier Bäder seien wesentliche Anlaufpunkte für die Bürger der Gemeinden genauso wie für Urlauber und Feriengäste. Zudem nutzen die Sportvereine die Einrichtungen für den Schwimmunterricht. "Immer weniger Kinder können heute schwimmen, schon deshalb sind die Bäder vor Ort so wichtig", sagt Launert.

Die historischen Familienbäder in Gräfenberg, Egloffstein und Streitberg sollten dabei im Rahmen einer interkommunalen Allianz saniert werden. Dies bedeutet, dass nicht nur ein besonderer FoKus auf Themen wie Energieeinsparung und Barrierefreiheit liegt, sondern auch auf interkommunale Zusammenarbeit. So sollte etwa ein Bademeisterkontingent etabliert und eine bäderübergreifende Ticket- und Preisgestaltung eingeführt werden.

Außerdem möchte sich Launert laut ihrer Mitteilung dafür starkmachen, dass die geplante Doppelturnhalle an der Grund- und Mittelschule in Gößweinstein ebenfalls in das Programm aufgenommen werden könnte.