In dem Holzhäuschen in der Dorfmitte von Weingarts befinden sich ein Wasser- und ein Elektroanschluss mit Zähler. Beides möchte der Stammtisch und eingetragene Verein "Versoffenes Echo Maigisch" nutzen. Die Zugehörigkeit des Zählers wollte die Gemeinde Kunreuth klären. Diese liegt bei der Kommune. Der Stromverbrauch lag bislang bei 280 Kilowattstunden pro Jahr. "Wir wollen eine Nutzungsvereinbarung mit dem Stammtisch schließen und eine Obergrenze für den Strom- und Wasserverbrauch darin aufnehmen", erklärte Bürgermeister Ernst Strian (Demokratie). 250 Kilowattstunden pro Jahr, so der Durchschnittswert, der sich aus den vergangenen vier Jahren ergeben hatte, lautete sein Vorschlag. Alles was darüber hinausgehe, müsse der Verein übernehmen. Wie das bei anderen Vereinen gehandhabt wird, interessierte Fabian Strian (Die jungen Kunreuther). Da werde es ähnlich gehandhabt, meinte der Bürgermeister. "Wird das ausschließlich vom ,Echo' genutzt?", fragte Bernd Wohlhöfer (Bürgerliste Ermreus) nach. Denn die Rechnung bekäme das "Echo", auch wenn es andere nutzen würden. Andere Nutzer würden ohnehin den Stammtisch fragen, da er den Schlüssel hätte, erklärte Philipp Ochs (Junge Bürger). Hier könnte das "Echo" von den anderen Nutzern eine Pauschale verlangen, regte ein Mitarbeiter der Verwaltung an. Dem Antrag auf Nutzung wurde dann zugestimmt, mit einer Nutzungsvereinbarung und einer Obergrenze von 300 Kilowattstunden pro Jahr für den Stromanschluss. Die Obergrenze für Wasser wurde noch nicht genannt, werde sich aber an dem bisherigen Verbrauch orientieren. Wohnmobilstellplätze sind sehr begehrt. Das erfuhr Zweiter Bürgermeister Edwin Rank (CSU) bei dem ILE-Arbeitstreffen (Integrierte ländliche Entwicklung) und fand die Möglichkeit, solche Stellplätze auszuweisen, auch für die Gemeinde Kunreuth mit ihren Ortsteilen interessant. Nicht nur, dass viele Leute auch im Seniorenalter mit ihrem Wohnmobil unterwegs sind und Stellplätze nutzen oder das Wochenende in ihren Wohnmobilen verbringen: Auch die Geschäfte könnten von den Wohnmobiltouristen profitieren. "Ich finde es nicht uninteressant, wenn die Gemeinde das irgendwie realisieren könnte", meinte Rank und erhielt für diesen Vorschlag durchaus Zustimmung von den Ratskollegen. "Was man für Fremde tut, tut man auch für die Gemeinde", betonte Georg Hötzelein (CSU). Er erinnerte zudem an Wanderparkplätze und das Aufstellen von Tisch und Bänken als Rastgelegenheit. Durchschnittlich betrachtet bleiben die Wohnmobilnutzer drei Tage und ziehen dann weiter, erklärte der Bürgermeister. "Man kann aber den Standort nutzen, um die nähere Umgebung zu erkunden", betonte Strian, der sich bereits geeignete Standorte überlegt hatte. Wenn das Thema spruchreif ist, wird sich der Gemeinderat intensiver damit beschäftigen.