Forchheimer Schüler widmen sich Kanal und Eisenbahn
Autor: Sonja Hoffmann
Forchheim, Dienstag, 05. November 2019
Das Kunstwerk Porta Vorchheimensis bildet die Grundlage für den seit 2008 stattfindenden Schüler-Schreibwettbewerb in Forchheim: Thema 2019: Kanal und Eisenbahn.
In festlichem Ambiente in den Räumen der Kaiserpfalz sind die Teilnehmer des Aufsatzwettbewerbes des Rotary-Clubs Forchheim geehrt worden. Bereits seit 2008 findet der Schreibwettbewerb für die beiden Gymnasien in Forchheim - Herder-Gymnasium (HGF) und Ehrenbürg-Gymnasium (EGF) - statt.
Jeder Forchheimer kennt wahrscheinlich das Kunstwerk, die Porta Vorchheimensis, in der Hauptstraße. Seit 2002 schmückt sie die Fußgängerzone und erzählt auf zwölf Tafeln die bedeutendsten Stationen der Forchheimer Geschichte. Das Werk von Künstler Harro Frey ist ein Geschenk des Rotary-Clubs Forchheim an seine Heimatstadt. Jedes Jahr wird eine der zwölf Tafeln des bronzenen Kunstwerks thematisiert.
Abschließend in diesem Jahr wurde die zwölfte Tafel behandelt. Sie widmet sich dem Thema "Neue Verkehrswege: Kanal und Eisenbahn".
In den Jahren 1837 und 1838 befasste man sich mit Plänen zum Bau einer Schifffahrtsstraße, später auch einer Eisenbahnlinie zwischen Nürnberg und Bamberg. Auf der Grundlage des Flussnetzes musste dabei das Regnitztal eine wichtige Rolle einnehmen. Die Regnitz selbst war schon vorher mit kleineren Schiffen und Kähnen befahren worden, woran noch heute das Wappen der Brauerei Neder (ehemaliges Gasthaus "Zum Schiff") erinnert.
Erst 1950 Auflassung des Kanals
Die verkehrsökonomische Geschichte des 1843 in Betrieb genommenen neuen Ludwigkanals sollte sich jedoch wenig glücklich gestalten. Bereits zwischen 1852 und 1894 musste man einen Gesamtverlust von 58 Millionen Mark errechnen, und von daher darf es erstaunen, dass erst am 1. Mai 1950 die offizielle Auflassung als Schifffahrtsstraße erfolgte.
Maßgebliche Ursache hierfür war zweifellos die am 21. August 1844 eröffnete Eisenbahnlinie Nürnberg-Bamberg, eine der ältesten Bahnstrecken überhaupt. Deren Trasse führte nahezu parallel zum Kanal, und immer mehr wurde die Schiene auch für den Gütertransport genutzt. 1891 verlief der Streckenabschnitt zwischen Hirschaid und Erlangen, also auch über Forchheim, zweigleisig.
Die Lokalbahnen
1892 nahmen die Lokalbahnen nach Ebermannstadt und Höchstadt ihren Betrieb auf. Diese Nebenstrecken erhöhten die Bedeutung des Bahnhofs Forchheim.