Mit einem dreifachen "EBS, aha" stürmte der Elferrat Ebermannstadt mit seiner Jugendgarde das Rathaus. Dort wurden sie schon von einer sichtlich beschwingten Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) und ihren Stadträten erwartet.

Dabei bedankte sich Meyer zuallererst einmal für die tollen Darbietungen bei der Prunksitzung im Januar. Dort brannten die Narren ein rauschendes Feuerwerk an Gardetänzen, Büttenreden und Showeinlagen ab.

Bei dieser Gelegenheit las die Rathauschefin auch ein Dankschreiben aus dem Vatikan vor, in dem für die "herzliche Aufnahme des Papstes in Ebermannstadt" gedankt wurde. Allerdings war damit nicht etwa Franziskus gemeint, sondern Ehrenpräsident Horst Kiolbassa. Darauf dichtete die Elferrats-Sitzungspräsidentin Marina Gröger recht gekonnt: "Und's erste Mal in der Geschicht, der Rat a Bürchamastra sicht.
Wir grüßen Sie als erste Frau im Amt, als Chefin hier, für Stadt und Land."

Damit nicht genug: "Frau Meyer, bitte schreiten Sie zur Tat. So wünschen wir's, der Elferrat. Halten's den Schlüssel der Stadt bereit für die fünf Jahreszeit."

Obligatorische Schunkelrunde

Ihre Bitte versahen die Narren gleichsam mit einer Drohung: "Wir versprechen's einmal mehr, wir machen EBSer Kassen leer. Kein Geld mehr drinn' zum Tunnel bau'n und Brück'n, die ein Tal versaun!"

Nachdem der silberne Stadtschlüssel dann bis zum Faschingsdienstag den Besitzer gewechselt hatte, stellte der Ehrenpräsident Gerhard Fickert den neuen Elferrats-Orden vor. Den hat er selbst gestaltet, wie dies Fickert seit dem Jahr 1996 tut. In der neuen Faschingssession ziert den Orden der von Harro Frey im Jahre 1998 für den Marktplatz gestaltete "Erlebnisbrunnen".

Bürgermeisterin Christiane Meyer durfte den neuen Orden zumindest einmal kurz berühren. Verliehen bekommt sie ihn erst bei der Prunksitzung am 10. Januar. Der Fresskorb von Elferratspräsident Roland Hofmann war gut gefüllt, sodass sich die Ebermannstadter Narren und auch die Bürgermeisterin noch ein Gläschen Sekt gönnen konnten.
Nach der obligatorischen Schunkelrunde entließ das Stadtoberhaupt seine närrischen Invasoren.