SEK-Einsatz in Wiesenttal wegen Bedrohungslage
Autor: Alexander Kroh
Muggendorf, Sonntag, 22. März 2026
Große Aufregung am Sonntagmorgen in der fränkischen Schweiz: Das SEK rückt wegen einer "Bedrohungslage" aus. Was ist passiert?
Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) ist am Sonntagmorgen (22. März 2026) nach Muggendorf, einem Gemeindeteil von Wiesenttal im Landkreis Forchheim, ausgerückt. Es gab eine Bedrohungslage in einer Wohnung, hieß es von der Polizei.
Dann gab es rasch Entwarnung. Der Einsatz sei widerstandslos beendet worden. Die wegen des Einsatzes veranlassten Sperrungen seien wieder aufgehoben.
SEK-Einsatz in Wohnung in der Fränkischen Schweiz
Weitere Details nannte Polizeisprecherin Katharina Werner: In einer Wohnung in der Nähe des Marktplatzes sei es zu der Bedrohungslage gekommen, erklärte Werner gegenüber der Agentur News5. Dort wurden bei einer Feier ein 48-Jähriger und dessen minderjähriger Sohn (12) von einem Gast offenbar mit einem Messer bedroht. Wie die Polizei später mitteilte, hatte der Sohn gegen 5.15 Uhr einen Notruf abgesetzt.
Video:
Vater und Sohn konnten sich aus der Wohnung retten und die Wohnungstür verschließen. Der Aggressor - ein 40 Jahre alter Mann - blieb in der Wohnung und wurde am Morgen gegen 8.20 Uhr durch die Spezialeinsatzkräfte der Polizei widerstandslos festgenommen, führte die Sprecherin weiter aus.
"Es wurde niemand verletzt", betonte Werner. Der 48 Jahre alte Vater und sein zwölfjähriger Sohn konnten nach dem SEK-Einsatz zurück in ihre Wohnung. Die weiteren Familienmitglieder waren zur Tatzeit bei Bekannten und somit nicht im Haus.
Streit zwischen Männern in Muggendorf - 40-Jähriger soll mit Messer gedroht haben
Im Laufe der Nacht hatte sich laut Polizeiangaben ein Streit zwischen den beiden Männern entwickelt, der wohl in einer Bedrohung mit einem Messer zum Nachteil des Familienvaters mündete. Nach derzeitigem Ermittlungsstand steht der 40-Jährige im Verdacht, zuvor Betäubungsmittel konsumiert zu haben.
Die Polizei war mit mehreren Streifen schnell vor Ort und sicherte die Umgebung, um weitere Gefahren auszuschließen. Wegen der Bedrohungslage wurde dann das SEK hinzugezogen. Insgesamt befanden sich 20 Beamtinnen und Beamte der Polizei Oberfranken sowie mehrere Einsatzkräfte der Spezialeinheiten vor Ort, zudem eine Besatzung des Rettungsdienstes.