Evakuierung in Pinzberg: Weltkriegs-Granate auf Feld gesprengt
Autor: Julia Gebhardt
Pinzberg, Samstag, 16. Mai 2026
In Pinzberg wurde eine Panzergranate aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Spezialisten haben den Blindgänger noch in der Nacht kontrolliert gesprengt.
Bei Feldarbeiten haben Zeugen am Freitagabend eine Panzergranate aus dem 2. Weltkrieg entdeckt. Da der Fund nicht abtransportiert werden kann, mussten 32 Bewohner der Gemeinde Pinzberg ihre Häuser verlassen, berichtet das Polizeipräsidium Oberfranken. Der Blindgänger sollte nach Mitternacht kontrolliert gesprengt werden.
Die Person, die die rund 40 Zentimeter große Panzergranate gefunden hatte, alarmierte den polizeilichen Notruf gegen 19.15 Uhr. Einsatzkräfte begutachteten daraufhin den Fund auf einem Feld bei Pinzberg und verständigten das Sprengkommando. Experten aus Mittelfranken bestätigten anhand eines Fotos, dass die Granate nicht sicher abtransportiert werden kann. Deshalb wurde eine kontrollierte Sprengung vor Ort geplant. Diese findet statt, sobald alle Personen im Umkreis von 200 Metern den Bereich verlassen haben.
Anwohner evakuiert: Nächtliche Sprengung von Panzergranate aus dem 2. Weltkrieg durch Spezialkommando
Mitarbeitende von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk halfen dabei, insgesamt 32 Menschen im betroffenen Gebiet zu informieren und zu evakuieren. Im Feuerwehrhaus in Pinzberg fanden sie vorübergehend Unterschlupf (Stand 23.30 Uhr). Das Betreuungsangebot nutzen 13 Personen. Andere kamen bei Freunden oder Verwandten unter oder besuchten das laufende Schützenfest in der Gemeinde. Auch der Bahnverkehr ist von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen. Die Strecke zwischen Forchheim und Ebermannstadt ist im betroffenen Teilabschnitt gesperrt.
Video:
Die Spezialisten des Sprengkommandos aus Mittelfranken haben die Panzergranate um Mitternacht auf dem Feld zur Detonation gebracht. Die Überreste werden nun sicher abtransportiert. Die Teams der beteiligten Hilfsorganisationen nehmen die eingerichteten Evakuierungsmaßnahmen aktuell zurück und informieren die Anwohner darüber, dass der Einsatz beendet ist. Alle Personen dürfen nun wieder in ihre Häuser zurückkehren. Auch die Bahnstrecke ist wieder freigegeben.