Die Nachfrage nach Bauland in Höchstadt ist ungebrochen. Wenn es alle Interessenten ernst meinen würden, könnte Bürgermeister Gerald Brehm (JL) sofort 150 Plätze bebauen lassen. Er muss allerdings eingestehen, dass die Stadt so viele Bauplätze nicht zur Verfügung hat. Für Entlastung soll der nun ins Genehmigungsverfahren geschickte Bebauungsplan sorgen, der aus dem oberen Sportplatz an der Kellerstraße ein Wohngebiet macht.

Nach der Verlagerung der Fußball-Aktivitäten des TSV Höchstadt hinaus auf dessen neues Gelände am Sportpark, wird das obere der beiden Fußballfelder im Zentrum der Stadt nicht mehr gebraucht. Ein ideales Areal für Wohnbebauung, fanden Stadtväter und Planer.


Zwei Geschosse erlaubt

Architekt Ernst Otto Weber hat die 9000 Quadratmeter überplant und auf dem Gelände zehn Einzelhäuser eingezeichnet mit maximal zwei Geschossen. Zugelassen sind Erdgeschoss mit Dachausbau oder zwei Geschosse mit einem Pultdach. Erschlossen werden die zehn Grundstücke über eine Stichstraße vom Weingartsgraben aus. Die Fläche vor dem Hinterausgang der Aischtalhalle bleibt frei und wird sogar noch etwas erweitert. Rettungsfahrzeuge und Lieferanten sollen die Halle bequem anfahren können und auch ein ordentlicher Behindertenzugang mit Behindertenparkplätzen ist geplant.

Die Bauplätze auf dem Sportplatz haben eine Größe zwischen 550 und 850 Quadratmeter. Die Preise werden sich nach Schätzung des Bürgermeisters voll erschlossen zwischen 120 und 130 Euro pro Quadratmeter bewegen. Vergeben werden die Grundstücke nach dem bewährten Punktemodell, in das unter anderem die Anzahl der Kinder und der Zeitraum, den jemand schon in Höchstadt wohnt, einfließen.

Der Bürgermeister verhehlt aber nicht, dass das erweiterte Baugebiet Häckersteig am nordwestlichen Stadtrand in der Gunst potenzieller Häuslebauer vorne liegt und vor diesem Hintergrund Interessenten, die auf dem Sportplatz bauen möchten, gute Chancen haben, zum Zug zu kommen.

Lärm sollte kein Thema sein

Bürgermeister Brehm und Planer Weber sind zuversichtlich, ihren Bebauungsplan genehmigt zu bekommen. Von der Aischtalhalle und dem darunter liegenden alten TSV-Platz mit 400-Meter-Bahn sehen sie keine zu großen Lärmbelästigungen ausgehen. Außer den TSV-Leichtathleten wird das Sportgelände nur noch von den Schulen genutzt und die Zahl der Abendveranstaltungen in der Aischtalhalle hält sich laut dem Bürgermeister in Grenzen.