Gar vielfältig sind die Einsatzformen der Feuerwehr. Denn klassische Brände bilden nicht immer den Schwerpunkt der Arbeit. So war es am Sonntag für mehrere Feuerwehren im Landkreis auch.

Dabei wurden am Abend vier Feuerwehren rund um Heßdorf alarmiert, eben weil es sich um die Spuren eines Brandes gehandelt haben könnte. Denn um die Turmspitze der Wehrkirche Hannberg zog offenbar Rauch. Keine Frage, dass jeder Feuerwehrmann bei so einer Meldung hellwach ist.

Anwohner hatten die Heßdorfer Wehr telefonisch darauf aufmerksam gemacht. Daraufhin wurden auch die Kollegen aus Großenseebach, Hesselberg und Herzogenaurach alarmiert.

"Rauch" war Bienenschwarm

Bereits auf der Anfahrt konnte aus einer Entfernung von ein bis zwei Kilometer "so etwas wie Rauch" an der Kirchturmspitze erkannt werden, wie Kreisfeuerwehr-Pressesprecher Sebastian Weber die Heßdorfer Wehr zitiert. Ein erster Trupp wurde zur Erkundung in den 52 Meter hohen Glockenturm geschickt. Dort, direkt unter dem Kirchturm, der von einer Festungsmauer umgeben ist, erhärtete sich der Verdacht, dass es gar kein Rauch gewesen ist. Auch im Innern wurde kein offenes Feuer entdeckt.

Was aber steckte hinter der Erscheinung? Es war ein großer Insektenschwarm, vermutlich Bienen. Dieser "schwängelte" im Außenbereich mit der Umluft, was dann aus der Ferne wie pulsierender Rauch aussah, berichtet die Feuerwehr.

Ringelnatter im Keller

Bereits zur Mittagsstunde hatten Feuerwehrkollegen aus Bubenreuth ein anderes tierisches Erlebnis - In einem Haus war eine Schlange gesichtet worden und die Wehrmänner rückten zur Kleintierrettung aus. Tatsächlich wurde im Keller des Einfamilienwohnhauses eine etwa 1,20 Meter lange Schlange entdeckt. Das Tier wurde mit Hilfe eines Kleintierfanggerätes in eine Kiste gesteckt und ins Tierheim nach Erlangen gebracht. Dort wusste man auch schnell, worum es sich handelte: Es war eine einheimische Ringelnatter, die unter Naturschutz steht. Das Tier wurde in die Freiheit entlassen, heißt es im Bericht der Kreisbrandinspektion abschließend.