"Ultraschall per App": Studie an der Universität Erlangen soll in der Schwangerschaft helfen
Autor: Redaktion
Erlangen, Donnerstag, 06. Februar 2020
Zu Hause selbst per Smartphone-App die Herztöne des Fötus aufzeichnen oder ein Ultraschallbild erstellen: Das sollen Schwangere irgendwann einmal selbst per App können. Die Uniklinik Erlangen entwickelt eine Schwangerschafts-App.
Zu Hause selbst per Smartphone-App die Herztöne des Fötus aufzeichnen oder sogar ein Ultraschallbild erstellen - ohne Termin beim niedergelassenen Frauenarzt oder in der Frauenklinik samt der zugehörigen lästigen Anfahrts- und Wartezeiten? Dank aktueller Technik soll das schon bald möglich sein.
Die Grundlagen für ein solches Angebot an werdende Eltern erforschen die FAU und das Universitätsklinikum Erlangen (UKER). Das Bundesministerium für Gesundheit stellt dafür im Rahmen in den kommenden zweieinhalb Jahren rund 3,2 Millionen Euro bereit.
"Dieser Papierwust ist anfällig"
"Mit Förderprojekten wie diesem sind wir in der Lage, äußerst wichtige Impulse für die Digitalisierung des Gesundheitswesens in Deutschland zu setzen", sagt Bjoern Eskofier, einer der Koordinatoren des Projekts und Inhaber des Lehrstuhls Informatik 14 für Maschinelles Lernen und Datenanalytik.
Momentan verläuft die Schwangerenvorsorge komplett analog: Jedes Untersuchungsergebnis und jeder Befund werden ausgedruckt und in einen Mutterpass in Heftform eingeheftet.
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"Dieser Papierwust ist anfällig für Verlust und Beschädigung und wichtige Werte können leicht übersehen oder vergessen werden", fasst Stefan Gradl, Doktorand am Lehrstuhl Eskofiers, die Nachteile zusammen.
Zettelwirtschaft hat ausgedient
Abhilfe soll eine digitale Lösung schaffen: Mit ihr lassen sich im Idealfall anhand einer breiten Datenbasis sinnvolle Handlungsempfehlungen für alle Situationen im Verlauf einer Schwangerschaft ableiten.