Watzinger übernimmt die HSG Erlangen/Niederlindach
Autor: Max Erhardt
Niederlindach, Dienstag, 28. August 2018
Walter Anheuer hat sich eine Auszeit verschrieben und räumt den Trainerstuhl beim Bezirksoberligisten für einen 68-Jährigen mit viel Erfahrung.
Knapp drei Jahre lang war Walter Anheuer Cheftrainer bei den Handball-Herren der HSG Erlangen/Niederlindach und schaffte es in dieser Zeit, die Truppe zu einer gestandenen Bezirksoberliga-Mannschaft zu formen. In der kommenden Spielzeit wird Anheuer aber nicht mehr an der Seitenlinie stehen. Zum einen, weil er sich schon länger mit dem Gedanken getragen hatte, eine Handball-Pause einzulegen. Zum anderen, weil er nicht an die vom Verein präferierte Idee einer Doppelspitze glaubte. "Zwei gleichberechtigte Trainer. Ich glaube nicht, dass das funktioniert hätte. Vor allem, weil die Handball-Philosophien von Klaus Watzinger und mir doch sehr unterschiedlich sind."
Deshalb nimmt sich Anheuer schon jetzt die angedachte Auszeit. "Ich trete kürzer, und in einem Jahr schaue ich, ob mir etwas fehlt. Mir hat die Arbeit bei der HSG sehr viel Spaß gemacht. Aber jetzt ist vielleicht die Zeit für neue Impulse." Diese soll Klaus Watzinger geben, der bis Mai noch bei den Handballerinnen der TS Herzogenaurach in der 3. Liga in der Verantwortung stand. Der erfahrene Trainer mit B-Schein will mit der HSG keine kleinen Brötchen backen und offenbart im Gespräch, was er seiner neuen Mannschaft zutraut.
Wie sind Sie zum Trainerposten bei der HSG Erlangen/Niederlindach gekommen?
Klaus Watzinger: Ein Mitglied des Mannschaftsrats hat mich Anfang Juni im Dänemarkurlaub kalt erwischt und angefragt. Ich habe Bereitschaft signalisiert, aber nur, wenn sowohl Mannschaft als auch Verein bereit sind, etwas zu investieren. Aber natürlich wollte ich mir das Ganze vorher auch anschauen.
Wie sind die ersten Eindrücke von Verein und Mannschaft, wie wurden Sie aufgenommen?
Ich kenne den Vorsitzenden Manfred Rühl schon sehr lange, und auch der erste Kontakt mit dem Mannschaftsrat und Vorstand Torben Schindler war positiv. Schnell wurden Einigungen bei den gegenseitigen Vorstellungen erzielt. Außerdem habe ich gespürt, dass großes Interesse besteht, sich in etwas einzuarbeiten, das für alle Beteiligten großes Engagement bedeutet. Ich hätte es nicht gemacht, wenn ich nicht von Anfang an einen positiven Eindruck bekommen hätte.