TSV und SC tun sich zusammen

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Alexander Jeromin (links) bleibt Spielertrainer des TSV Höchstadt, der eine Spielgemeinschaft mit dem Nachbarn aus Gremsdorf bildet. Für den 28-Jährigen wird es die dritte Spielzeit im Amt. Foto: Picturedreams/Archiv
Alexander Jeromin (links) bleibt Spielertrainer des TSV Höchstadt, der eine Spielgemeinschaft mit dem Nachbarn aus Gremsdorf bildet. Für den 28-Jährigen wird es die dritte Spielzeit im Amt. Foto: Picturedreams/Archiv
Cornel Engel
Cornel Engel
 

Schwächelnde Höchstadter und die vor einer ungewissen Zukunft stehenden Gremsdorfer wollen als Spielgemeinschaft neue Schlagkraft entwickeln.

Der SC Gremsdorf hatte in der Rückrunde der vergangenen Saison großen Personalmangel und musste am Ende der Spielzeit den Abstieg in die B-Klasse hinnehmen. Nun stellte sich die Frage, wie die neue Saison angegangen werden soll. Die Antwort: Eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Höchstadt, der dadurch auch wieder eine zweite Mannschaft stellen kann.
Gremsdorf verlor nach der Winterpause sage und schreibe 14 Spiele am Stück. Damit rutschte die Mannschaft in den Tabellenkeller ab, der Abstieg in konnte nicht mehr vermieden werden. Hauptursache für diese sportliche Misere war der Spielermangel, auch Coach Sinan Tosun schmiss im Laufe der Rückserie das Handtuch. Nun liefen als die Planungen für die neue Saison, wie sollte es weitergehen beim Sportclub? Nur mit Hilfe des Nachbarn.
"Der TSV Höchstadt und der SC Gremsdorf werden mit zwei spielberechtigten Mannschaften als Spielgemeinschaft in die kommende Saison gehen", gaben die 1#googleAds#100x100 Verantwortlichen gegenüber unserem Partnerportal anpfiff.info zu verstehen. Die Fußball-Abteilungsleiter trafen sich vor ein paar Wochen in Gremsdorf, vorab liefen Gespräche zwischen TSV-Funktionär Andreas Riedel und der Vereinsführung des SC. Nicht nur die Platzierungen beider Mannschaften seien ausschlaggebend für den Zusammenschluss. Diese Konstellation eröffne beiden Vereinen Perspektiven für die Zukunft. "Wichtig ist, den Spielbetrieb des SC Gremsdorf aufrecht zu erhalten und dass der TSV Höchstadt eine zweite Seniorenmannschaft stellen kann", erklärte Riedel. Die Punktspiele der SG Höchstadt/Gremsdorf in der A-Klasse werden in Höchstadt ausgetragen, die der Reserve in Gremsdorf.


Beide Vereine profitieren

Somit wurden quasi zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Die Gremsdorfer können problemlos weiter am Spielbetrieb teilnehmen und der TSV, der seit einigen Jahren keine Reserve mehr hatte, stellt wieder eine zweite Mannschaft. So kann sich die Erste des TSV punktuell verstärken und nebenher können Spieler, die in der A-Klasse nicht so zum Zug kommen, in der Zweiten Spielpraxis sammeln. "Beide Vereine hatten personelle Probleme und beide Seiten werden von dieser neuen Lösung profitieren", sagte Riedel. "Wir kriegen - Stand heute - einen qualitativ richtig guten und großen Kader zusammen."
Trainer der ersten Mannschaft wird der bisherige TSV-Spielertrainer Alexander Jeromin sein. Unterstützt wird er von Cornel Engel, der die Einheiten mit leitet und sich bei den Spielen dann um die Zweite kümmern wird. "Wir müssen einmal ausloten, welche spielerische Klasse die Mannschaften haben", hielt sich Riedel bei der Zielsetzung noch bedeckt, wurde dann aber im Bezug auf die Erste etwas konkreter: "Das sage ich ganz klar, die soll schon im oberen Drittel mitspielen."
Dass der TSV das Potenzial hat, ist klar. Nun kommen aus Gremsdorf noch einige gute Akteure dazu. "Die Spieler aus Gremsdorf werden uns mit Sicherheit weiterhelfen. Durch die schlechte Stimmungslage haben im Laufe der letzten Saison einige Akteure aufgehört, aber die fangen jetzt alle wieder an. Da sind richtig gute Kicker dabei, und es werden definitiv einige Spieler auch in der ersten Mannschaft spielen", berichtete Riedel.
Die ersten Trainingseinheiten der Vorbereitung scheinen Riedel zu bestätigen, auch wenn die Trainingsbeteiligung aufgrund der Urlaubszeit noch nicht optimal ist und es zunächst einmal darum ging, sich kennenzulernen und vorzufühlen, wer das Zeug für die erste Mannschaft hat. Coach Alexander Jeromin, der in Höchstadt jüngst eine Physiotherapie-Praxis eröffnet und deshalb nicht nur beim Fußball alle Hände voll zu tun hat, will ab heute die Zügel langsam anziehen und aus den rund 35 Spielern zwei Mannschaften formen, die gut gerüstet in die neue Spielzeit gehen. red