Lasse Ibert greift nach dem Titel-Triple
Autor: Patrick Eisenacher
Herzogenaurach, Mittwoch, 25. Juli 2018
Der Vorjahressieger will sich auch beim 33. Puma-Herzoman am Sonntag die Krone aufsetzen. 15 Neueinsteiger stellen sich der Herausforderung.
Die 480 Startplätze für den Puma-Herzoman waren bereits nach wenigen Stunden vergriffen. 30 Jugendliche sowie 450 Männer und Frauen der Hauptklasse stellen sich der Herausforderung bei der 33. Auflage des Herzogenauracher Triathlons am kommenden Sonntag. Um 8.30 Uhr fällt der Startschuss im Freibad an der Tuchmachergasse, die Junioren stürzen sich en bloc in das 25 Meter lange Sportbecken.
400 Meter, also 16 Bahnen müssen die Nachwuchs-Triathleten bewältigen, genau wie die Sportler der Hauptklasse. Die werden im 15-minütigen Abstand in insgesamt 16 Startergruppen ins Rennen geschickt, damit sie sich nicht in die Quere kommen. "Die Gruppen teilen wir nach Schwimmstil - also Kraul oder Brust - und Gesamt-Finisherzeit ein. Aber auch die Schwimmzeit, die die Athleten bei der Anmeldung angeben, fließt ein", erklärt Laufsport-Abteilungsleiter Gerd Ankermann, der das Orga-Team der gastgebenden TS Herzogenaurach anführt. Dass hier und da geschummelt werde, nur um gemeinsam mit dem Teamkameraden oder in der Hauptgruppe starten zu können, nimmt der Veranstalter in Kauf.
Wenn sie raus sind aus dem Wasser, geht es für die Triathleten direkt in die erste Wechselzone und aufs Rad, mit dem 20 Kilometer zu absolvieren sind. "Wir setzen auf die seit Jahren bewährte Route", erklärt Ankermann. Diese führt über Dondörflein und Münchaurach zurück in die Sportstadt und muss zweimal bewältigt werden. "Dafür wird ab 8.30 Uhr die Hans-Maier-Straße ab dem Rewe-Markt bis zur Realschule gesperrt, der Straßenverkehr wird an dieser Stelle umgeleitet", informiert der Mitorganisator.
Die zweite Wechselstation befindet sich am TSH-Stadion, wo die Triathleten das Rad gegen die Laufschuhe eintauschen. Es gilt, fünf Kilometer auf einer Wendepunktstrecke durch den Dohnwald mit einer abschließenden Stadionrunde zu absolvieren. Im Ziel wartet ein Pokal auf die Sieger der Gesamt- und Stadtmeisterwertung. Ebenso wie für die Schnellsten der jeweiligen Altersklassen. Alle anderen Teilnehmer, die den Weg ins Ziel finden, erhalten ein Finisher-Shirt als Andenken.
Mehrere Titelkandidaten
Hoch gehandelt für den Gesamtsieg bei den Frauen - die besten Athletinnen werden etwa um 10.50 Uhr ins Rennen geschickt - werden mehrere Kandidatinnen, darunter Vorjahressiegerin Sofia Warter Rubio (TV 48 Erlangen), die ihren Titel verteidigen will "Neben ihr kann sich die Gewinnerin von 2015, Julia Schübel vom Team Twenty six aus Roth, berechtigte Hoffnungen machen", erzählt Ankermann, der auch Maria Paulig (München), Astrid Werner und Silke Hämmerle auf dem Zettel hat, die vergangenes Jahr Dritte wurde.Die mit Spannung erwarteten besten Männer treten eine halbe Stunde später (11.20 Uhr) in den Wettkampf ein. Lasse Ibert (Team Twenty six), der schon zwei Gesamtsiege zu verzeichnen hat, hofft auf das Titel-Triple, hat aber mindestens eine Handvoll ernsthafter Herausforderer. Tobias Heinig hat das größte Potenzial, den Vorjahressieger abzulösen, aber auch Pablo Warter Rubio, Florian Wimmer und Tobias Rackow werden bei der Vergabe der vorderen Plätze ein Wörtchen mitreden.
Fit für den Herzoman
Lokalmatador Swen Sundberg greift heuer nicht ein, er hat sich im Vorfeld jedoch darum gekümmert, Novizen an das Thema Triathlon heranzuführen. Im Kurs "Fit für den Herzoman", den die TSH anbot, bereitete Sundberg 15 sogenannte Rookies professionell auf ihre Premier vor und brachte alle dazu, sich auch tatsächlich an den Start zu trauen. Vor allem bei den Frauen haben sich ambitionierte Sportlerinnen herauskristallisiert, die es in die Top Ten schaffen könnten. "Lisa Harrison ist sogar eine Zeit unter 1:15 Stunden zuzutrauen", weiß Triathlon-Abteilungsleiterin Petra Sticker, die auch Tipps für die Zuschauer parat hat.
Für Zuschauer gut geeignet
Viel zu sehen gibt es im Freibad, da dort alle Athleten auf einmal anzutreffen sind. Ebenfalls reizvoll ist die zweite Wechselzone im TSH-Stadion, wo es vom Rad in die Laufschuhe geht, genau wie der Eingang zum Dohnwald und der Zielbereich. Weitere empfehlenswerte Standorte für Zuschauer sind die Kreuzung Würzburger Straße/Ansbacher Straße. Wegen des steilen Anstiegs ist auch der weitere Verlauf der Ansbacher Straße, Kreuzung Haydnstraße, für Zuschauer gemacht, da die Sportler hier besondere Unterstützung brauchen. Wenn es dann Richtung TSH-Gelände geht, ist die Kreuzung Hans-Maier-Straße/ Waldstrasse sehr beliebt.Bevor es am Sonntag losgeht, sind die 15 Haupt-Helfer um Georg Krämer täglich mit den Vorbereitungen beschäftigt. "Insgesamt sind 120 Helfer aktiv, um etwa den Wald abzusperren oder Einkäufe zu erledigen", sagt Ankermann, der vor der Mammutveranstaltung viel Optimismus ausstrahlt: Der 33. Herzoman kann kommen.