Damen II siegen im Titel-Endspiel
Autor: Redaktion
Herzogenaurach, Donnerstag, 19. April 2018
Mit einem deutlichen Sieg gegen Naabtal (2.) beseitigte die zweite Frauenmannschaft der TSH letzte Zweifel und steigt als Meister in die Landesliga auf.
Showdown in Herzogenaurach: Im letzten Saisonspiel der Handball-Bezirksoberliga stellte sich mit der SG Naabtal der Tabellenzweite bei der zweiten Frauenmannschaft der TS Herzogenaurach vor, der dem Spitzenreiter die Meisterschaft streitig machen wollte. Das Drehbuch zu diesem Krimi als Abschluss einer spannenden Spielzeit hätte nicht besser geschrieben werden können. Doch die Spannung war schnell dahin, denn die Gastgeberinnen liefen zu Höchstform auf, watschten den Herausforderer ab und krönten eine starke Teamleistung mit dem Titel.
Alle Rädchen griffen ineinander
Die Mannschaft mit dem besten Angriff (509 Tore) und der kompaktesten Abwehr (406 Genetreffer) der Liga hat es geschafft und ist Inbegriff der guten Entwicklung im Herzogenauracher Frauenhandball. Das Trainergespann, Steffi Mittasch und Udo Hermannstädter, bewies taktisches Geschick, änderte die Spielweise und entwickelte den Kader individuell weiter. Positiv war auch, dass die Perspektivspielerinnen der ersten Mannschaft immer wieder auch in der Bezirksoberliga Spielpraxis sammelten und dort stets motiviert zu Werke gingen. Dazu halfen hier und da auch Leistungsträgerinnen des Drittliga-Teams aus. Unter dem Strich zeigte sich, was geschafft werden kann, wenn alle Rädchen ineinandergreifen.Dementsprechend ließ sich die Freude über den Titelgewinn bei keinem der Protagonisten verbergen. "Wir waren gut vorbereitet und haben ein schönes Spiel gemacht. Dank einer super Mannschaftsleistung haben wir uns mit dem Aufstieg belohnt", sagte Mannschaftsführerin Kerstin Orend. Trainerin Steffi Mittasch ergänzte: "Das war eine super Saison mit einem Wahnsinns-Endspiel. Die Mädels haben sich den Titel mehr als verdient und ich bin wahnsinnig stolz." Hermannstädter stieß ins selbe Horn: "Das war das beste Spiel in dieser Saison. Es war der perfekte Abschluss. Die Mädels haben alle zu 100 Prozent gebrannt und wollten diesen Erfolg unbedingt."
TS Herzogenaurach - SG Naabtal 35:18
Ein Fünf-Tore-Lauf nötigte die Gäste schon nach sechs Minuten zu einer Auszeit. Bis zum 7:4 machte die SG danach zwar etwas Boden gut, in der Folge - nachdem auch die TSH die Timeout-Karte gezückt hatte - pendelte sich der Vorsprung der Gastgeberinnen bei fünf Toren ein. Über 10:5 (22.) und 13:8 (26.) führte Herzogenaurach mit 15:10 (29.), Naabtal verkürzte bis zur Pause jedoch noch auf 15:12. Trainer Hermannstädter war bis dato zwar zufrieden, forderte von seinem Team aber mehr Disziplin und Konzentration. Und das setzten die TSHlerinnen nach dem Seitenwechsel eindrucksvoll um. Die Abwehr um die bärenstarke Alina Erdmann stand bombensicher und ließ nur noch sechs Gegentreffer zu. Im Angriff gelang den Gastgeberinnen fast alles: Zahlreiche Ballgewinne wurden im Tempogegenstoß in Zählbares umgewandelt, Vicky Egle und Svenja Reis kreierten als Spielmacherinnen zahlreiche Abschlussmöglichkeiten. Und trotz der immer deutlicher werdenden Führung (21:14, 28:15, 32:16) ließ die TSH nie nach und durfte sich völlig zurecht feiern lassen.
TSH: Markus, Albrecht - Krämer (4), Kräck (3), Schilmeier, Reis (4), Willert (6/2), Egle (5), Hentschke (3), Erdmann (4), Tegel-Müller, Denkl (1), Orend (2), Mergner (3)